„Jeckliner“-Kreuzfahrt mit Kostümen aus Erkelenz

Karneval auf dem „Jeckliner“ : Kreuzfahrt mit Kostümen aus Erkelenz

Ein ganz besonderes Kreuzfahrtschiff schipperte durch das Mittelmeer. Auf dem „Jeckliner“ feierten mehr als 2000 überwiegend kostümierte Passagiere Karneval auf hoher See. Zwei Frauen aus Lövenich waren mit dabei.

Mittendrin auch zwei besondere Verwandlungskünstlerinnen aus Lövenich: Barbara Schläger und Birgit Heimanns. Mit täglich wechselnden Kostümen waren sie und ihre Freunde nicht nur immer wieder ein besonderer Blickfang, sie hatten auch noch eine Mission an Bord: Mit ihrem neuen Kostümverleih „Sekt & Selters“ statteten sie vier Gewinner einer Verlosungs-Aktion mit ganz besonderen Outfits aus.

In einer eigens angemieteten Suite wurden diese Vier umgestylt, übrigens noch mit fachkundiger Unterstützung von Schauspieler Manuel Cortez und dessen Partnerin, Stylistin Miyabi Kawai: Einmal zu einem „Mafia-Boss mit Partnerin“ und einmal in edle Damen im Charleston-Stil. „Kostüme sind schon sehr wichtig“, sagt Barbara Schläger, „insbesondere bei Gruppen ist man so immer Blickfang“. Darauf sind sie auch als Kostümverleih spezialisiert. Aber natürlich auch bei individuellen Outfits: Die von Schläger und Heimanns ausgestatteten Sieger wurden nach ihrer Verwandlung zu beliebten Fotomotiven und flanierten voller Stolz über die Decks. „Mit Manuel und Miyabi gemeinsam, das war eine tolle Erfahrung“, so die beiden „Sekt & Selters“-Damen. Dazu blieb aber natürlich noch viel Zeit um mit Höhnern, Guido Cantz, Bläck Fööss und weiteren kölschen Künstlern zu feiern.

Ebenfalls mit an Bord: Tanzmariechen Jenny Peggen aus Heinsberg-Kempen. Die 34-jährige war als Trainerin aktiv und formierte die „Jeckliner-Tanzgarde“. Innerhalb von nur zwei Trainingseinheiten stellte sie mit rund 20 „jecken“ Mitfahrern zwischen elf und „rund 60 Jahren“ eine Choreografie zusammen, die bei der Premiere, auf dem Pooldeck frenetisch gefeiert wurde. „Wir haben als Gruppe innerhalb kürzester Zeit wirklich etwas auf die Beine gestellt, das die Leute begeistert hat, dafür haben alle richtig reingehauen“, freute sich Jenny über die gefeierte Premiere.

Gleichzeitig stand sie selbst als Tanzmariechen auch zum allerletzten Mal auf einer Bühne. Ein letzter Handstand, ein Sprung aus rund anderthalb Metern Höhe in den Spagat und ein finaler Gruß ins Publikum, danach dann nur noch ein unglaublicher Jubel-Sturm über dem Mittelmeer – das waren die wirklich letzten Bühnen-Momente ihrer 30-jährigen Karriere. „Wir haben mit Jenny mitgelitten“, so Schläger und Heimanns, „da hat man auch als Zuschauer einen Kloß im Hals, das ist echt ein Lebenswerk“.

„Das war fast wie ein großes Familientreffen, überall nur beste Laune, zwischen allen Künstlern und Passagieren“, blicken Jenny Peggen und auch Barbara Schläger auf fünf völlig verrückte Tage zurück.

In wenigen Wochen wird sich entscheiden, ob der Jeckliner auch im kommenden Jahr wieder in See stechen wird, Jenny und Barbara wären gerne wieder mit an Bord:

„Wir sind bereit“, würden sich beide über eine Wiederauflage sehr freuen.