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Inzidenz steigt – das sind die Auswirkungen im Erkelenzer Land

Landrat Pusch wirbt im Erkelenzer Land mit Nachdruck fürs Impfen : Inzidenz steigt – das sind die Auswirkungen

Der Blick auf die lokalen Zahlen muss in den kommenden Tagen nicht mehr so kritisch beäugt werden, da in ganz NRW ab Montag die Inzidenzstufe Eins gilt. Derweil wirbt Landrat Stephan Pusch weiter mit Nachdruck für das Impfen.

12,1; 16,0; 16,4; 17,6; 22,3; 22,3 – die 7-Tage-Inzidenz der vergangenen Tage im Kreis Heinsberg liegt nun schon einige Tage teilweise deutlich über zehn, der kritischen Marke für die Inzidenzstufe Null. Vieles deutet darauf hin, dass sich dieser Trend in den kommenden Tagen fortsetzen wird. Die acht Tage, die der Kreis stetig über der Marke von zehn liegen müsste, um eine Stufe weiter höher eingestuft zu werden, ist allerdings inzwischen hinfällig, da im Bundesland Nordrhein-Westfalen ab Montag komplett die Inzidenzstufe Eins gilt. Ein Überblick.

Maskenpflicht Nicht nur im öffentlichen Personennahverkehr, im Einzelhandel und in Arztpraxen, sondern auch wieder in Innenräumen von Gaststätten, Museen, Zoos etc., bei Bildungsveranstaltungen, Gottesdiensten, Versammlungen sowie bei der Erbringung körpernaher Dienstleistungen und generell in allen für den Kundenverkehr geöffneten Innenräumen muss wieder mindestens eine medizinische Maske getragen werden.

Einzelhandel Für den Einzelhandel gilt wieder eine Flächenbegrenzung von einem Kunden je angefangene 10 Quadratmeter. Ein Nachweis eines negativen Tests ist nicht notwendig.

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Gastronomie In Restaurants und Gaststätten gibt es weiter keine Testpflicht, allerdings muss die einfache Rückverfolgbarkeit wieder gewährleistet werden. Dafür ist im Innenbereich und außen die Hinterlegung von Name, Adresse, Telefonnummer oder Email sowie der Aufenthaltszeitraum notwendig.

Kontaktbeschränkungen Für Geimpfte und Genesene gelten keine Kontaktbeschränkungen. Ohne Tests sind Treffen im öffentlichen Raum ohne Begrenzung erlaubt für Angehörige aus fünf Haushalten erlaubt, mit nachweislich negativen Tests können bis zu 100 Personen aus beliebig vielen Haushalten zusammen kommen.

Clubs und Volksfeste Für die Clubbetreiber war die Stufe Null nur ein kurzes Vergnügen, Diskotheken ist die Öffnung ihrer Innenräume wieder untersagt, auch Volksfeste mit mehr als 1000 Teilnehmern können nicht stattfinden.

Das sagt der Landrat Stephan Pusch hat sich in einer Videobotschaft an die Bevölkerung im Kreis Heinsberg gewandt und seine Sorge ob der steigenden Inzidenzzahlen zum Ausdruck gebracht. Auch wenn er die Anzahl der Infektionen nicht für das Maß aller Dinge halte, so sehe er die steigende Inzidenz doch mit Sorge. Denn bei steigenden Fallzahlen sei es schließlich auch wahrscheinlich, dass die Zahl der ernsthaften Erkrankungen ebenfalls zunehme. Auch wenn durch die Zahl der geimpften Personen dies nicht in dem Ausmaß geschehe, wie es im vergangenen Herbst der Fall war.

Dennoch müsse man die Situation ernst nehmen, weshalb Stephan Pusch einen erneuten Appell an all diejenigen richtet, die sich bisher nicht haben impfen lassen. Denn bei ihm habe sich der Eindruck verschärft, dass so manch einer die Pandemie bereits als beendet betrachtet und sich denkt, warum er sich noch impfen lassen solle. Die Antworten darauf liefert der Landrat gleich mit. Die Gesellschaft müsse etwa auch an diejenigen denken, die zwar wollen, aber aufgrund von Vorerkrankungen sich nicht impfen lassen können. Zudem möchte Pusch verhindern, dass das gesamte öffentliche Leben wieder heruntergefahren wird. Das sei nur mit einer nennenswerten Durchimpfung zu erreichen.

Daher äußert der Landrat mit Nachdruck seinen Wunsch: „Ich möchte, dass wir im Kreis Heinsberg was die Impfquote angeht deutlich über dem Landesschnitt liegen.“ Die aktuellsten Zahlen vom Freitag zeigen, dass noch Luft nach oben ist. Während in NRW 63,9 Prozent eine Erstimpfung erhalten haben und 50,9 Prozent komplett geimpft sind, liegen die Zahlen für den Kreis Heinsberg knapp unter dem Schnitt: 61,88 Prozent der Bevölkerung haben die Erstimpfung erhalten, 50,22 Prozent sind komplett geimpft.

Vor einigen Wochen noch herrschte Impfstoffknappheit, inzwischen steht ausreichend Impfstoff zur Verfügung, so dass all diejenigen, die sich impfen lassen möchten, dies auch zeitnah machen können. Sogar ohne Terminbuchung.