„HS – ein Kreis hilft“ spendet ausgemustertes Fahrzeug

Altes Polizeifahrzeug demnächst in Gambia im Einsatz : Plattform „HS – ein Kreis hilft“ spendet Fahrzeug

Der Verein „Sena Foundation for Gambia e. V.“ freut sich nun über einen Ford-Transporter.

An der Nordseite des mächtigen Mündungstrichters des Gambiaflusses im gleichnamigen westafrikanischen Staat liegt das kleine Dorf Lamin mit seinen 900 Einwohnern. Mitten im Ort eine Moschee, darum gruppieren sich Häuser und Hütten. Über die einzige, ungepflasterte Straße gelangt man nach 25 Kilometern in das Hafenstädtchen Barra. So ist es nicht möglich, jemand aus Lamin in das nächstgelegene Krankenhaus zu bringen oder Ernteerträge rechtzeitig zum Markt zu bringen.

Mit einer Spende kann sich die Situation in Lamin deutlich verändern. Am Barbaratag überreichten Landrat Stephan Pusch, Vorsitzender der Hilfsplattform „HS – ein Kreis hilft“, und sein Allgemeiner Vertreter Philipp Schneider, Geschäftsführer von „HS – ein Kreis hilft“ dem in Erkelenz gegründeten Verein „Sena foundation for Gambia e. V.“ einen ausgemusterten Ford-Transporter. Er stammt aus dem Fuhrpark des Kreises und wurde bislang von der Polizei genutzt.

„Da wir nur auf Spenden angewiesen sind, ist dieses gebrauchte Fahrzeug eine große Hilfe“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Reinhard Welters, bei der Fahrzeugübergabe, die er gemeinsam mit Vereinsmitglied und Fahrzeugspezialist Helmut Rettig vornahm. „Wir hatten in dem Ort letztens einen Fall, wo eine Frau nach der Geburt verblutete, weil sie nicht ins Krankenhaus gebracht werden konnte.“ Dieses fatale Ereignis habe deutlich gemacht, wie dringend die Hilfe ist. Das Foto von der Fahrzeugübergabe mailte Reinhard Welters noch am gleichen Tag nach Gambia. In Lamin ist die Vorfreude groß und die Menschen dort werden bei der Ankunft des Wagens sicherlich etwas über den Kreis Heinsberg wissen wollen, der ihren Ort so großzügig unterstützt.

(RP)
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