Hochwasser im Kreis Heinsberg: Rur tritt bei Wassenberg-Ophoven über die Ufer

Überschwemmungen in NRW : Rur tritt im Kreis Heinsberg über die Ufer

Große Regenmengen haben in NRW vereinzelt zu Überschwemmungen geführt. Die Rur trat am Sonntag zwischen Wassenberg und Heinsberg über die Ufer. Straßen und Wanderwege mussten gesperrt werden. Die Pegelstände werden regelmäßig kontrolliert.

Hochwasseralarm an der Rur: Der Fluss ist zwischen Heinsberg-Kempen, Ophoven und Steinkirchen über die Ufer getreten und hat sich bis kurz vor die Ortschaften ausgedehnt. Straßen, Wanderwege und Radfahrwege entlang des Flusses wurden in dem vom Hochwasser betroffenen Bereich gesperrt, teilte die Polizei auf Anfrage mit. Vielfach lagen die Messwerte den Daten zufolge deutlich über dem Mittelwert. In der Tendenz sollten die Stände aber bis Montag wieder fallen. Die Feuerwehren von Heinsberg und Wassenberg sind regelmäßig unterwegs, um die Pegelstände zu kontrollieren.

In den vergangenen Tagen hatte der Dauerregen bereits Keller volllaufen lassen und Straßen geflutet. In Alsdorf bei Aachen blieb die Bundesstraße 57 länger gesperrt, weil in einem Tierpark mehrere Fischteiche übergelaufen waren. Das Wasser lief durch ein Gefälle ab und sammelte sich in einer Unterführung. Einsatzkräfte pumpen die Wassermassen ab.

In Solingen ließ die Feuerwehr am Samstag wegen drohender Überschwemmung einen Parkplatz nahe der Wupper räumen. Später wurde das Areal wieder freigegeben.

So wird das Wetter

Der Deutsche Wetterdienst kündigte bis einschließlich Montag noch teils heftige Schauer an, in höheren Lagen auch Schnee. Dann würden die Niederschläge aber abklingen. Ab Dienstag und bis zum Wochenende werde es im ganzen Land trockener, sagte Meteorologin Maria Hafenrichter auf Anfrage. Ab Mittwoch könne sich dann auch mal die Sonne zeigen. Donnerstag und Freitag seien 18 Grad möglich.

Nach zweieinhalb Wochen hat der März den Wetterinformationen zufolge bereits die Regenmengen erreicht, die sonst im ganzen Monat üblich sind. In der vergangenen Woche fielen demnach in Bergischen Land 90 Liter pro Quadratmeter. In Düsseldorf waren es rund 50 Liter, in Münster rund 60 Liter. Insgesamt seien die Mengen aber für die Jahreszeit nicht ungewöhnlich hoch, hieß es weiter.

Damm brach bereits in 2011

Bereits im Jahr 2011 gab es im Kreis Heinsberg ein Hochwasserereignis. Die Rur stieg und der Damm, der die Ortschaft Ophoven schützen sollte, brach an einer Stelle. Es wurden damals Sandsäcke von THW, Feuerwehr und einigen Anwohnern an den Damm gebracht. Damals wurde der Ort vom Hochwasser geschützt. Seither laufen Planungen den Damm streckenweise zu erneuern, an einigen Stellen zu verlegen und zu erweitern.

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(hec/siev/dpa)
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