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Heinsberg: Volksbank Heinsberg spendet Hundegerätebrücke für Tierheim

Tierheim für den Kreis Heinsberg : Mehr Hunde im Tierheim als Plätze vorhanden sind

Dem Tierheim für den Kreis Heinsberg ist eine Hundegerätebrücke gestiftet worden. Mehr Spenden, etwa für bessere Räume, sind nötig.

Ein wetterfestes, stabiles System aus unterschiedlichen Hundegerätebrücken lässt seit Kurzem die Herzen der Vierbeiner im Tierheim für den Kreis Heinsberg höher schlagen. Angeschafft wurde es über eine Spende. Dass solche Hilfen in noch größerem Maße benötigt werden, erklärte die Vorsitzende Bianka Mai.

Zurzeit sind 47 Hunde in der Einrichtung an der Stapper Straße in Heinsberg-Kirchhoven untergebracht. Ausgerichtet ist die Unterkunft eigentlich nur für maximal 35. Vor acht Jahren übernahm Mai den Vorsitz für Tierheim und Tierschutzverein mit etwa 700 Mitgliedern. Sie geht davon aus, dass räumliche Verbesserungen für die Hunde auch noch in den nächsten 30 Jahren ein wichtiges Thema sein werden: „Wir benötigen 300.000 Euro. Das können wir nicht so schnell stemmen.“ Dank der Spendenbereitschaft der Bevölkerung habe man allerdings schon viel realisieren können. So habe das Tierheim zum Beispiel die rund 3000 Quadratmeter große Parzelle aufgekauft, auf der die Hundegerätebrücken nun aufgebaut seien. „Einzelzimmer“ für Katzenmütter mit ihren Babys oder Samtpfoten mit Beckenbruch sowie blinde Katzen hätten in einem Doppelcontainer auf dem Gelände des Tierheims eingerichtet werden können. Und hin und wieder kommt es laut Mai auch vor, dass beschlagnahmte Tiere im Heinsberger Tierheim landen, aktuell ein Graupapageien-Pärchen.

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Die jüngste Spende an das Tierheim ist die Hundegerätebrücke, die rund 3000 Euro gekostet hat. Bei der Spendensammelaktion der Heinsberger Volksbank unter dem Motto „Viele schaffen mehr“ verdoppelte das Geldinstitut jeden eingegangenen Betrag ab fünf Euro – so kam die Spende für das Spielgerät für Hunde zustande. Mittelpunkt des Brückensystems ist eine große Universalbrücke, die mit Sprossen, Rampe und Treppe verändert werden kann und auf diese Weise immer wieder neue Herausforderungen bietet. Sogar als Hängebrücke sei das Gerät einsetzbar, stellte Bianka Mai erfreut fest. Auch die separate Wippe kann flach oder steil eingestellt werden, so dass unterschiedliche Schwierigkeitsgrade möglich sind. Die individuell zusammensetzbaren Pyramiden eignen sich besonders für ängstliche, schüchterne oder kleinwüchsige Hunde, wie Mai erläuterte. Auch Welpen können die Pyramiden schon nutzen.

Mit Hundesport habe das neue Brückensystem aber nichts zu tun, machte Mai bei der Spendenübergabe anlässlich eines Tages der offenen Tür deutlich. „Hier geht es vorrangig darum, dass sich im Kopf etwas tut.“ Vor allem verhaltensauffällige und verhaltensgestörte Hunde sollen nun von den Spezialgeräten profitieren und unter anderem ihre Konzentration dabei spielerisch verbessern.