Wegberg: Gewerbe auf dem Vormarsch

Wegberg: Gewerbe auf dem Vormarsch

Das Gelände der alten Feinspinnerei Wegberg an der Industriestraße wird auf Vordermann gebracht. Vermarktet wird es von der Maxi Gewerbepark GmbH. In die alte Gokart-Halle zieht ein Reifenhändler aus den Niederlanden ein.

Alexander Dahlke kann sich noch gut erinnern. Als Jugendlicher kam er häufig aus Hückelhoven nach Wegberg auf das Gelände der alten Feinspinnerei an der Industriestraße. Dort drehte er auf Inlineskates seine Runden durch die Halle. Heutzutage ist der 28-Jährige dort nicht mehr auf Inlinern unterwegs. Dennoch dreht er dort noch häufig seine Runden. Denn die Maxi Gewerbepark GmbH, ein von Burkhard Theyssen und Alexander Dahlke neu gegründetes Unternehmen, hat das Gelände der früheren Feinspinnerei Wegberg an der Bahnlinie zwischen Wegberg und Mönchengladbach gekauft.

60 0000 Quadratmeter

Heute firmiert das Gelände mit seinen rund 60 000 Quadratmetern Grundstücks- und 14 000 Quadratmetern Gewerbefläche, dem markanten Turm und der alten Fabrikantenvilla unter der Bezeichnung Wegberger Service- und Gewerbepark. Die Investoren planen wie schon beim Maja Center (Rheinstraße) in Hückelhoven, wo vor einigen Monaten unter anderem eine Filiale des Renovierungs-Discounters Tedox eröffnet wurde, eine Wiederbelebung und Neuvermietung des gesamten Areals. "75 Prozent der Flächen sind bereits vermarktet, ohne dass wir viel Werbung gemacht haben", berichtet Alexander Dahlke bei einem seiner Rundgänge über das Gelände. In die 4200 Quadratmeter große Halle, wo früher eine Gokartbahn war, zieht laut Dahlke die Firma Protempo ein. Das Unternehmen aus dem niederländischen Nijmegen vermarktet unter anderem Reifen für Traktoren und Schubkarren. "Protempo möchte von Wegberg aus den deutschen Markt erschließen", sagt Dahlke. Noch prangen aufgemalte Gokarts an der weißen Wand, doch Handwerker sind schon dabei, diese zu überstreichen und die riesige Halle aufzuräumen und auf Vordermann zu bringen.

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Im vorderen Teil des Gebäudekomplexes ist derzeit der private Kindergarten Beeckerwald mit zwei Gruppen untergebracht. Dahlke denkt darüber nach, für den Kindergarten einen Neubau zu errichten, der nach den besonderen Anforderungen für die Betreuung unter Dreijähriger gebaut werden könnte. Seine Pläne hat Dahlke erst vor wenigen Tagen der Stadtverwaltung vorgestellt.

In der früheren Skaterhalle zieht ein Elektrotechnikbetrieb aus Wegberg ein. Die bisherigen Räume wurden dem Unternehmen zu klein. Ein weiterer Gebäudeteil ist für einen Garten- und Landschaftsbaubetrieb aus Hückelhoven reserviert, ebenso wie für einen Terrarienbauer. Konkrete Pläne gibt es auch schon für die ehemalige Fabrikantenvilla, die vor dem Gewerbepark an der Industriestraße steht. Laut Dahlke zieht eine renommierte Anwaltskanzlei aus der Region dort ein. Den Namen möchte der Jungunternehmer aus Hückelhoven noch nicht nennen.

(RP)
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