Portugiese an der Grenze abgewiesen Gewaltbereiter Fußballfan darf nicht einreisen

Kreis Heinsberg · Auf der Bundesstraße 56 im Kreis Heinsberg hat die Bundespolizei am Wochenende zudem mehrere internationale Haftbefehle vollstreckt.

Im Zuge der Europameisterschaft finden vermehrt Grenzkontrollen statt.

Im Zuge der Europameisterschaft finden vermehrt Grenzkontrollen statt.

Foto: dpa/Armin Weigel

Im Zuge der derzeit in Deutschland stattfindenden Europameisterschaft finden an den Grenzen der Bundesrepublik Deutschland vermehrt Grenzkontrollen statt. Am vergangenen Wochenende vollstreckte die Bundespolizei in Aachen mehrere internationale und nationale Haftbefehle und verweigerte zudem einem gewaltbereiten Fußballanhänger die Einreise.

Aus den Niederlanden wollte ein 50-jähriger Portugiese nach Deutschland einreisen, welcher als gewalttätiger Fußballanhänger polizeilich bekannt ist. Er war bereits wegen des Gebrauchs diverser Pyrotechnik sowie Gewalt- und Eigentumsdelikte in Erscheinung getreten. Nach Deutschland durfte er anlässlich der Uefa-Europameisterschaft 2024 nicht einreisen. Er wurde in die Niederlande zurückgewiesen.

Zudem war ein Marokkaner (26) gleich durch zwei europäische Staaten im Schengener Informationssystem zur Festnahme zwecks Auslieferung ausgeschrieben. Er war im Fahndungssystem verzeichnet wegen Beteiligung an einer kriminellen Organisation beziehungsweise wegen organisiertem und bewaffnetem Raubüberfall, sowie diverser Eigentumsdelikte. Er wurde auf der Bundesstraße 56 im Kreis Heinsberg festgenommen und dem Gewahrsam der Kreispolizeibehörde Heinsberg zugeführt, um ihn in Folge dessen dem Amtsgericht Geilenkirchen zwecks Festhalteanordnung vorzuführen. Hier steht zurzeit auch noch das bei der Generalstaatsanwaltschaft Köln anhängige Auslieferungsverfahren an. Ebenfalls auf der B 56 konnte ein 52-jähriger Gambier festgenommen werden, der von der Staatsanwaltschaft Dortmund wegen Erschleichen von Leistungen zum Zwecke der Strafvollstreckung zur Festnahme ausgeschrieben war. Eine Haftstrafe konnte der Mann durch Begleichung einer Geldstrafe von 900 Euro abwenden. Auf der gleichen Straße wurde eine 46 Jahre alte Spanierin in einem Fernreisebus vorläufig festgenommen. Sie wurde durch die Staatsanwaltschaft Dortmund zum Zwecke der Strafvollstreckung gesucht. Diese konnte durch eine Zahlung einer Geldstrafe von fast 1280 Euro die Freiheitsentziehung abwenden.

(mwi)