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Gesundheitsamt des Kreises Heinsberg sucht Personal

Corona-Kontaktverfolgung im Kreis Heinsberg : Gesundheitsamt sucht Personal

Die Corona-Kontaktverfolgung wird für den Kreis Heinsberg immer aufwändiger angesichts der Masse der Neuansteckungen. Die Sieben-Tage-Inzidenz kletterte auf einen neuen Höchstwert.

(RP) Was die reinen Infektionszahlen angeht, liegt die bislang heftigste Woche der Pandemie hinter dem Kreis Heinsberg. Zeitweise mehr als 200 Neuinfektionen pro Tag kamen in dieser Woche hinzu, die Sieben-Tage-Inzidenz kletterte am Mittwoch auf 370,0, was der bisherige Rekordwert in dieser Pandemie im Kreis ist. Immer schwerer fällt es dem Gesundheitsamt der Kreisverwaltung daher, die Masse der Neuansteckungen zu verarbeiten. Deswegen sucht die Kreisverwaltung nun kurzfristig Verstärkung. Wer als sogenannter Containment Scout für das Gesundheitsamt arbeiten will, soll sich schnellstmöglich melden.

„Das Kreisgesundheitsamt Heinsberg sucht motivierte und belastbare Personen, die an einer Tätigkeit als Kontaktnachverfolgungskraft, einem sogenannten Containment Scout, interessiert sind“, teilt die Verwaltung in ihrer Stellenanzeige mit. Gefragt sind nicht nur Computerkenntnisse, sondern auch Fingerspitzengefühl: „Bewerberinnen und Bewerber sollten sich dafür zutrauen, mit Bürgerinnen und Bürgern auch schwierige Gespräche zu führen“, teilt der Kreis mit. Schließlich sei es nicht immer einfach, Menschen über ihre Infektion und die damit verbundenen Quarantänemaßnahmen zu informieren.

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Die Stelle ist bis Ende September befristet, in Vollzeit gibt es bis dahin einen Bruttoverdienst in Höhe von 2325 Euro pro Monat.

Das nötige Geld für die Kontaktverfolgung bekommt der Kreis Heinsberg unter anderem auch vom Land NRW. Wie die Heinsberger CDU-Landtagsabgeordneten Thomas Schnelle und Bernd Krückel mitteilen, hat die Landesregierung zusätzliche Mittel freigegeben. „Die Unterstützung der Kommunen mit Aushilfskräften wird ab Januar quantitativ von 800 Personen auf 2.400 Personen aufgestockt“, teilen die Abgeordneten in einem Statement mit. Insgesamt habe die Landesregierung die Gesundheitsämter seit Oktober 2020 so mit 100 Millionen Euro für die Finanzierung von Personal zur Kontaktnachverfolgung unterstützt.

„Wir dürfen die Kommunen mit der immens wichtigen Aufgabe der Kontaktnachverfolgung nicht alleine lassen. Auch das Gesundheitsamt des Kreises Heinsberg arbeitet seit langem vielfach an der Belastungsgrenze. Nach Einschätzung der Experten wird infolge von krankheitsbedingten Ausfällen auch mit Auswirkungen auf die kritische Infrastruktur zu rechnen sein“, heißt es in dem Statement.

Kontaktverfolgung war dabei in den vergangenen Wochen für das Gesundheitsamt überhaupt nicht möglich – angesichts von mehr als 1000 neuen Fällen pro Woche sei es schlicht nicht leistbar, bei jedem Fall noch Kontakte zu überprüfen, teilte ein Sprecher des Kreises Heinsberg in dieser Woche mit.

(RP)