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Gesundheitsamt des Kreises Heinsberg kann Kontakt-Nachverfolgung stemmen

Großes Team im Gesundheitsamt in Heinsberg : Amt kann Nachverfolgung stemmen

Viele Teilzeitkräften arbeiten im Gesundheitsamt des Kreises Heinsberg mit, um nahe Kontakte von Covid-19-Infizierten zu ermitteln. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat Hilfe geschickt, zwei Mitarbeiter bietet der kommunale Rettungsdienst an.

Das Gesundheitsamt im Kreishaus arbeitet seit Wochen am Anschlag. Die Nachverfolgung der persönlichen Kontakte von mit dem Coronavirus Infizierten klappt dank einer ausgefeilten Personalplanung. „Wir kriegen das personell gestemmt“, versicherte Kreis-Pressesprecher Ulrich Hollwitz auf Nachfrage. Zur Unterstützung des Gesundheitsamtes wurden zahlreiche Verwaltungsmitarbeiter aus anderen Ressorts geschult. Denn für Gespräche müssen sie über ein gewisses medizinisches Grundwissen verfügen.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) unterstützt belastete Gesundheitsämter mit so genannten „Containment Scouts“, und einer davon arbeitet seit Kurzem auch im Heinsberger Kreishaus mit. Vom Landes-Gesundheitsministerium sind insgesamt 60 Leute für die Kontakt-Nachverfolgung gefordert, in Heinsberg werden aktuell 59,8 Vollzeitstellen erreicht.

Die teilen sich auf in 11,35 Vollzeit-äquivalente Stellen, das heißt, diese können sich wesentlich mehr Leute in Teilzeit aufteilen, zur Aufstockung kann der Kreis mit 25,45 Vollzeitstellen planen, als Aushilfen kommen bei Bedarf 20 Vollzeitstellen hinzu. Darüber hinaus ist der RKI-Mitarbeiter im Team, der kommunale Rettungsdienst hat zwei Kräfte angeboten. So muss über Unterstützung durch die Bundeswehr hier nicht nachgedacht werden.

„Wir konzentrieren uns auf den Kern der Kontaktpersonen in den Familien der Infizierten und deren direktes Umfeld“, erklärte Ulrich Hollwitz, räumte aber ein: „Wir können nicht mehr alles lückenlos verfolgen.“ Dabei seien die Mitarbeiter natürlich auch auf die Kooperationsbereitschaft aller Beteiligten angewiesen.

Erfasst werden die Daten digital mit einer eigenen Software. „Wir haben eine fitte Stabsstelle Digitalisierung im Kreishaus“, so Hollwitz, der gleichzeitig betonte: „Es ist sehr anstrengend, aber alle machen einen guten Job.“