Wegberg: Gemeinden bereiten Pfarrfusion vor

Wegberg: Gemeinden bereiten Pfarrfusion vor

Am 1. Januar 2013 werden die zehn Wegberger Gemeinden zur Großpfarrei St. Martin verschmelzen. Diese wird Pfarrer Franz Xaver Huu Duc Tran leiten. Zwei Arbeitsgruppen beschäftigen sich zurzeit mit der Umsetzung der Fusion – eine auf pastoraler Ebene, eine auf Verwaltungsebene.

Am 1. Januar 2013 werden die zehn Wegberger Gemeinden zur Großpfarrei St. Martin verschmelzen. Diese wird Pfarrer Franz Xaver Huu Duc Tran leiten. Zwei Arbeitsgruppen beschäftigen sich zurzeit mit der Umsetzung der Fusion — eine auf pastoraler Ebene, eine auf Verwaltungsebene.

Foto: Jürgen Laaser

Vergangene Woche erhielt Pfarrer Franz Xaver Huu Duc Tran einen Brief vom Bistum Aachen —darin waren drei relevante Mitteilungen von Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff. Erstens: Huu Duc Tran, bislang für acht der zehn Wegberger Gemeinden zuständig, wird auch Leiter der zum 1. Januar 2013 entstehenden Großpfarrei St. Martin — ein Zusammenschluss aller zehn Gemeinden (im November 2011 hatte der Bischof die zuvor bereits lange im Raum stehende Pfarrfusion offiziell angeordnet).

Zweitens: Klaus Buyel, Pfarrer in Wildenrath und Arsbeck, geht zum Jahreswechsel in den Ruhestand. Dass er ein Gegner der Fusion ist, daraus hat Buyel nie einen Hehl gemacht. Drittens: Für Buyel wird ein Pfarrvikar als zweiter hauptamtlicher Priester nach Wegberg kommen. "Wer das ist, steht aber noch nicht fest", sagt Tran. Wie es zurzeit ausschaut, wird das Priesterteam der neuen Pfarre St. Martin damit also vierköpfig sein — die beiden weiteren sind als Subsidiare Pfarrer Mirko Enderli und Pater Theo.

Doch nicht nur personell, sondern auch strukturell nehme die Fusion allmählich Formen an, erläutert Tran. Im März habe er dafür die ersten Sitzungen einberufen, seien in der Folge zwei Arbeitsgruppen gegründet worden. "Die erste beschäftigt sich mit der pastoralen Ebene. Darin sitzen rund 20 Mitglieder des GdG-Rats." Die zweite, etwas kleinere Gruppe befasse sich mit Verwaltungs- und Finanzfragen, also Angelegenheiten des Kirchenvorstands.

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"Wichtig ist einfach, dass wir die Dinge gemeinsam vorbereiten. Das Gemeindeleben soll und muss nach der Fusion vernünftig weitergehen. Wir müssen einfach das Beste aus der angeordneten Fusion machen. Das heißt, dass wir das, was uns lieb und teuer ist, über die Fusion retten", unterstreicht Tran — und betont: "Die liturgische Versorgung in allen Gemeinden wird gewährleistet bleiben, das aktuelle Angebot an Gottesdiensten bleibt bestehen."

In den beiden Arbeitsgruppen sitzen auch Vertreter der Wildenrather und Arsbecker Pfarre. "Sie haben sich da konstruktiv eingebracht", lobt der Pfarrer — und betont, dass er sich ins Gemeindeleben dieser beiden Pfarren aber weiterhin nicht einmischen werde. "Bis zum 31. Dezember ist schließlich Klaus Buyel deren Pastor."

Generell sei er zuversichtlich, sagt Tran. "Wir schlittern in diese Fusion nicht rein, wir bereiten sie vor. Wir haben eine klare Perspektive." Voraussichtlich im November werden die Wahlen für den Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand von St. Martin stattfinden. Verbindlich festgelegt ist aufgrund der Größe der neuen Pfarrei (rund 18 000 Mitglieder) die Größe des Kirchenvorstands: Der wird 16 Mitglieder umfassen. Beim Pfarrgemeinderat ist man da etwas flexibler. "Der wird wohl etwa 16 bis 20 Mitglieder haben", kündigt Tran an.

(RP)