Wegberg: Gänsehaut bei "Morning has broken"

Wegberg: Gänsehaut bei "Morning has broken"

Ein aufregendes Erlebnis war das große Liederfest "Klasse! Wir singen" in der Kölner Lanxess Arena für mehr als 60 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Wegberg. Musiklehrer Alexander Hergert erzählt von großer Begeisterung.

Für die kleinen Sängerinnen und Sänger vom Maximilian-Kolbe-Gymnasium war es ein aufregender Tag: Sie sangen inmitten von 4500 Kindern, die vor 12 000 Erwachsenen in der Kölner Lanxess Arena ein tolles Konzert gestalteten - zum Mitsingen auch für die Eltern. "Es ist eine unglaublich schöne Idee, geschickt organisiert und sehr gut durchgeführt", berichtete Musiklehrer Alexander Hergert von dem Höhepunkt des Schulprojekts "Klasse! Wir singen".

In der Mitte der Kölnarena stand ein Podest für den Moderator und Dirigenten, der die Kinder gut im Griff hatte und sie Künstler nannte, berichtet Hergert weiter. Die Schüler saßen auf den Rängen bis zum Oberrang. "Es war eine Atmosphäre wie beim offenen Singen. Die Eltern wurden einbezogen, haben zum Beispiel für einen Kanon zwei Stimmen übernommen, mussten bestimmte Bewegungen mitmachen. Die Kinder hatten einen Riesenspaß", so der Musiklehrer weiter.

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Das natürliche Musikgespür von Kindern fördern und sie auch ohne Casting-Show fürs Singen begeistern - das ist Ziel des Schulprojekts "Klasse! Wir singen", das ein Verein jährlich in wechselnden Regionen Deutschlands organisiert. In diesem Jahr waren Düsseldorf, Oberhausen und Köln Schauplätze der Konzerte mit tausenden Kindern der ersten bis siebten Klassen aller Schulformen. Moderator der Liederfeste vor großem Publikum war Gerd-Peter Münden, Braunschweiger Domkantor und Erfinder von "Klasse! Wir singen". Eine professionelle Band begleitete die Kinder. Die Schulklassen hatten im Vorfeld Liederbuch, CD und T-Shirt erhalten. Insgesamt 17 000 Kinder aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf hatten in Oberhausen (29. März) und Düsseldorf (17. Mai) gemeinsam gesungen. Aus dem Regierungsbezirk Köln waren es 18 000 Kinder in vier Liederfesten in der Lanxess Arena.

Alexander Hergert hatte mit seinem Kollegen Joachim Schenk in den Klassen geprobt, Klassenlehrerin Gerigk Kuhl fuhr mit zum Konzert. "Es gab Lieder zum Abtanzen, welche zum Stillwerden und szenische Passagen", schilderte der Lehrer die breite Palette der Lieder. Darunter rockige wie "Meine Biber haben Fieber" und innig gesungene wie "Der Mond ist aufgegangen" - mit allen sieben Strophen. "Kein schöner Land" kannten die Kinder vorher gar nicht, auch nicht das spirituelle durch Cat Stevens bekannt gewordene "Morning has broken". Teils hatten Kinder und Eltern Gänsehaut. Ein Schüler berichtete von wachsender Begeisterung: "Erst hatte ich gar keine Lust, aber als alle angefangen haben zu singen, konnte ich fast nicht mehr aufhören." Einige Muttis sollen geweint haben, weil es so schön war. Und weils's so schön war, ist Alexander Hergert sicher: "Wenn's wieder angeboten wird, bin ich auf jeden Fall dabei."

(RP)
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