1. NRW
  2. Städte
  3. Kreis Heinsberg

Hückelhoven: Für Gipfelstürmer

Hückelhoven : Für Gipfelstürmer

Nach 120 Metern und 400 Stufen in 70 Metern Höhe die Aussicht genießen – wer dann noch Puste und Mut hat kann die Himmelsleiter besteigen und über Hückelhoven schweben. Dies alles bietet bald die Millicher Halde.

Nach 120 Metern und 400 Stufen in 70 Metern Höhe die Aussicht genießen — wer dann noch Puste und Mut hat kann die Himmelsleiter besteigen und über Hückelhoven schweben. Dies alles bietet bald die Millicher Halde.

Dass man in Hückelhoven gut einkaufen und obendrein noch kostenlos parken kann, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Woran es bislang noch mangelte, waren die Naherholungsmöglichkeiten in der Stadt. Wer nicht gerade bis zur Rur gehen will, hat in Hückelhoven nicht die beste Auswahl: Wiesen, Stadtpark oder Ähnliches — Fehlanzeige. Dieses Manko wird nun bald behoben sein, denn die "Schlafende Schöne" wird geweckt.

Bänke mit Aussicht

Die "Schlafende Schöne"? Den Begriff prägte der Niederkrüchtener Landschaftsarchitekt Joachim Scheller und bedachte damit die Millicher Halde. Dort, auf dem "Gipfel" in 70 Metern Höhe, traf er sich gestern mit Bürgermeister Bernd Jansen und Vertretern des öffentlichen Lebens zum ersten Spatenstich, mit dem die Umgestaltung der Halde zum öffentlichen Naherholungsgebiet gestartet wurde. Nach dem Ende der Arbeiten in wenigen Monaten können Besucher von einem Parkplatz am Kreisverkehr zwischen Hückelhoven und Millich die Halde über eine rund 120 Meter lange und 400 Stufen zählende Treppenanlage die Halde besteigen, unterwegs Pausen auf Bänken einlegen und schließlich auf dem "Gipfel" die frei schwebende Himmelsleiter ersteigen und dann aus 81 Metern Höhe von der Aussichtsplattform einen phänomenalen Ausblick genießen. Eine weitere Zugangsmöglichkeit über die bisherigen Erschließungswege wird es von dem Zugang am Ortseingang von Millich aus geben.

  • Hückelhoven : Kosten und Zuschüsse
  • Hückelhoven : Das Beste für Hückelhoven finden
  • Tallon Griekspoor schied in Wimbledon unter
    GHTC gewinnt Auftakt der Tennis-Bundesliga : Die Hürde Wimbledon genommen

"Man muss Visionen haben und an deren Verwirklichung glauben und daran arbeiten. Und genau eine solche Vision wird heute mit dem ersten Spatenstich Wirklichkeit", sagte Jansen, der die Halde "als Repräsentantin einer seit annähernd 100 Jahren pulsierenden und lebendigen Stadt Hückelhoven" bezeichnete, weil sie die wichtigsten Phasen der städtischen Entwicklung miterlebt habe und selbst davon betroffen gewesen sei.

Die Anlegung der Millicher Halde, so erläuterte Jansen, begann 1936. Hier wurde direkt neben der Schachtanlage von Sophia-Jacoba mitten in der Stadt bis etwa 1972 rund 10,6 Millionen Kubikmeter Haldenmaterial aufgeschüttet. Heute ist die Halde 70 Meter hoch und erstreckt sich über eine Fläche von rund 32 Hektar.

Die Geschichte der Halde und des Bergbaus wird am Fuß der Himmelstreppe, deren Achse Richtung Rathaus zeigt und die von der Innenstadt zu sehen ist, ein Info-Pavillon erzählen. "Rummel" wird es dort keinen geben, sagte Scheller, denn der würde nur von dem ablenken, was hier wirklich zählt: der Blick bis hin zur Eifel. Dies alles, so sagte Jansen abschließend, ist ein Potenzial, das genutzt werden soll, um die Stadt lebens- und liebenswerter zu gestalten. KOMMENTAR

(RP)