Wegberg: Faszinierende Kunst-Schau

Wegberg: Faszinierende Kunst-Schau

Um ein zweites Zelt und einen Skulpturenweg hatte die Projektgruppe die 6. Wegberger Kunst-Offensive erweitert. 30 Künstler stellten im Garten und in den Räumen des alten Klosters Malerei, Objekte und Fotografie aus.

Auf den Tag genau fünf Jahre war die Premiere der Kunst-Offensive her, erinnerte sich Folkmar Pietsch, Mitglied der veranstaltenden Projektgruppe des Stadtmarketings. Damals war es im Zelt auf dem Rathausplatz, in dem 16 Künstler ausstellten, sehr kalt. Ein Jahr später zogen die Künstler mit der Ausstellung in das ehemalige Kloster um – die Stadt hatte das Gebäude übernommen. Wichtig war es dennoch, dass zur Eröffnung am Samstag die Sonne lachte. Hatten die Verantwortlichen doch ein zweites Zelt und einen Skulpturenweg im Garten aufgebaut.

30 Künstler stellten qualitativ hochwertige Malerei, Objekte und Fotografie dort und in den schönen Räumlichkeiten des ehemaligen Klosters aus. Viele Kunstfreunde kamen, schauten und sprachen mit den Künstlern. Als "Markenzeichen im Veranstaltungskalender" bezeichnete Schirmherr Reinhold Pillich die Schau, die sich über die Landesgrenze geöffnet habe.

Neun neue Künstler

Neben der Atelieretage und vielen Stamm-Ausstellern waren neun neue Künstler dabei, darunter vier Niederländer. So stellte Leo Horbach kunstvoll gearbeitete Skulpturen aus Blaustein, Onyx oder Alabaster unter freiem Himmel aus. "The Amazon and the Unicorn" oder "Europa en de Stier" bezeugten Horbachs Vorliebe für Mensch-Tier-Kombinationen und robuste Frauenfiguren. Vor der Atelieretage im obersten Stockwerk präsentierte Lei Olischlager Schalen, Vasen und Gefäße, mit der selten verwendeten Technik Segmented Woodturning aus 35 Sorten Holz zusammengesetzt.

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In den Zelten erwarteten regional bekannte Künstler die Besucher. Johannes Jentgens, bei dem generell die Plastik erste Wahl ist, zeigte Gemälde in Öl. "Ich habe immer gemalt und gezeichnet", sagte er, "die Motive habe ich oft ganz lange im Kopf." Das "Wiesenfeuer" – eine menschliche Gestalt schaute auf ein abstrakt bewegtes Farbkosmos – regte zu Überlegungen an. Ein paar Meter weiter erregte Fotograf Jochen Rüskens unter anderem mit einem Männerakt Aufmerksamkeit. Bisher hatte er vor allem Frauen schwarz-weiß in ausdrucksvollen Posen oder auf originellem Schauplatz abgelichtet.

Großformatigen Gesichts-Porträts von Frauen hatte sich Kunststudentin Laura-Helene Förster gewidmet. Flächenauflösend gebrauchte sie Fehlfarben wie grün oder blau, um den Ausdruck von Trauer oder Sehnsucht zu vermitteln. Dem Eisen hatte sich Willi Arlt verschrieben, der mit Blechen figürliche Szenen oder formreduzierte Skulpturen erstellte.

Im Treppenaufgang, in Gängen und der Atelieretage konnten die Besucher weitere Kunstwerke entdecken. "Einen enormen Besucherandrang" verzeichnete Eva-Stefanie Mosburger-Dalz, die bis zum Abend mit mehr als 100 rechnete.

(cole)
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