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Euregio Rhein-Maas: Projekt zu den Auswirkungen des Coronavirus

Netzwerk in der Euregio Maas-Rhein : Über Grenzen hinweg gegen Corona

Die Euregio Maas-Rhein, zu der auch die Städte Erkelenz, Hückelhoven, Wassenberg und Wegberg gehören, will in einem Projekt die Auswirkungen des Virus analysieren. Dabei sollen die schon vorhandenen Netzwerkstrukturen in den drei beteiligten Ländern helfen.

Dass Viren nicht vor Grenzen Halt machen, hat die Corona-Pandemie gezeigt. Umso wichtiger ist es, dass bei der Bekämpfung von Krankheiten grenzübergreifend kooperiert wird. Das hat sich die Euregio Maas-Rhein (EMR), zu der auch die Städte Erkelenz, Hückelhoven, Wassenberg und Wegberg gehören, schon seit jeher auf die Fahnen geschrieben und zu diesem Zweck nun das Netzwerk EuPrevent ins Leben gerufen. In einem gemeinsamen Projekt wollen die Partner auf deutscher, niederländischer und belgischer Seite nun über ein Jahr Daten rund um Covid-19 sammeln und analysieren, um die Auswirkungen auf die EMR besser verstehen zu können.

„Diese Netzwerkstrukturen haben sich auch in der aktuellen Corona-Pandemie bezahlt gemacht. So steht das Gesundheitsamt des Kreises Heinsberg im täglichen, telefonischen Austausch mit den niederländischen Kollegen vom GGD Zuid Limburg. Aus diesen Kontakten heraus wurde die Idee geboren, ein gemeinsames Projekt zu starten“, sagt Karl-Heinz Grimm vom Gesundheitsamt des Kreises Heinsberg. Auf deutscher Seite sind auch der Kreis Düren und die Städte der Region Aachen mit im Boot. Das Projekt startete bereits am 1. August. Es soll bis zum kommenden Jahr am 31. Juli laufen.

In dieser Zeit wird es zwei Testrunden mit Blutproben (Selbst-Tests) und Fragebögen bei Probanden aus der EMR geben, um die Ausbreitung von Covid-19 in dem Gebiet zu erfassen. Ebenso wird der Einfluss der jeweiligen nationalen Schutzmaßnahmen auf die Bevölkerung analysiert. Zudem werden regionale Bürgergipfel in der jeweiligen Landessprache organisiert, bei denen Bürger ihre Erfahrungen mit der Corona-Pandemie teilen können.

Zu dem Projekt gehört auch eine Konferenz, bei der die ersten Ergebnisse der Untersuchungen vorgestellt werden. Dort soll auch der Entwurf des Empfehlungsberichts mit Experten aus der gesamten Euregio Maas-Rhein und von außerhalb diskutiert werden.

Am Ende steht ein Abschlussbericht, der die Ergebnisse der Erhebungen und der regionalen Bürgergipfel umfasst. Zur besseren Veranschaulichung wird zudem eine Präsentation mit den Resultaten des Berichts erstellt. Die Projektergebnisse werden ebenfalls im Euregional Health Atlas (EHA - Euregionalen Gesundheitsatlas) präsentiert.