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Erkelenzer Land: VHS-Schreibwerkstatt mit neuem Buch "Kulinarischer Selfkant"

VHS-Schreibwerkstatt mit neuem Buch : Erkelenz als Schlemmer-Schauplatz

„Kulinarischer Selfkant“ heißt das neue Buch der Mitglieder der VHS-Schreibwerkstatt. Darin geht es ums Essen und Trinken. Insofern werden auch Erkelenz und Wassenberg eine Rolle spielen. Premiere und Lesung sind am 7. November in der Leonhardskapelle.

Die Vorstellung und Premierenlesung aus „Kulinarischer Selfkant“ ist für den 7. November in der Leonhardskapelle Erkelenz geplant – mit musikalischer Begleitung des Frauenchores. So sieht es jedenfalls die ehrgeizige Zeitplanung der Lehrgangsteilnehmer vor.

Bereits zum fünften Mal veröffentlichen Teilnehmer des Schreibkursus der Anton-Heinen-Volkshochschule ein Buch mit Kurzgeschichten und Gedichten, auch dieses Mal wird der Erlös gespendet. Nach kriminellen Kurzgeschichten, die in „Blutroter Selfkant“, „Mörderischer Selfkant“ und Tödlicher Selfkant“ abgedruckt wurden und heiteren Geschichten, die in „Kunterbunter Selfkant“ im hkl-Verlag aus Übach-Palenberg verlegt werden, stehen jetzt Geschichten im Fokus, in denen sich alles ums Essen und Trinken dreht.

„Natürlich sind der Schlemmermarkt in Wassenberg und der kulinarische Treff in Erkelenz zwei der vielen Schauplätze“, meint Leiter Kurt Lehmkuhl, „und selbstverständlich sind Spargel und Erdbeeren aus der Region Themen.“ Mehr will er zum Inhalt nicht verraten. Derzeit hat der Kursus die Qual der Wahl, es gibt viele Geschichten, zugleich soll der Rahmen von 300 Seiten für das Buch nicht gesprengt werden. Da wird bei den Treffen durchaus kontrovers über Texte diskutiert, was bisweilen dazu führt, dass Texte vollkommen verschwinden oder total umgeschrieben werden. „Wichtig ist, dass Kritik konstruktiv ist. Wer etwas kritisiert, sollte zugleich Vorschläge zur Verbesserung machen“.

Parallel zu dieser konstruktiv-kritischen Überarbeitung und Auswahl der Texte läuft außerhalb der Kurse die Fleißarbeit: korrigieren, lektorieren, platzieren. Inzwischen hat sich ohne große Absprache ein „Kontrollausschuss“ gebildet, in dem Heike Dahlmanns, Heidi Hensges und Rita Hündgen federführend die Texte auf Rechtschreibung, Grammatik und Logik überprüfen. „Aber was nützt der beste Text, wenn es keine Druckerei und keine Finanzierung des Buches gibt?“ – eine rhetorische Frage, denn eine Antwort darauf gibt es bereits. Der eigens für das Schreibprojekt von Hans Krupp gegründete hkl-Verlag wird wieder für die Veröffentlichung verantwortlich zeichnen. Den Druck muss er außerhalb des Kreises vornehmen lassen, weil im Kreisgebiet kein finanzierbarer Buchdrucker zu finden war. Die Zusage einer Druckerei in Mönchengladbach war dank der Unterstützung eines Kursteilnehmers möglich. „Auch bei der Finanzierung gibt es immer wieder Teilnehmer, die die Türen zu Sponsoren öffnen“, verrät Lehmkuhl. Mit zwei Sponsoren soll das Werk gelingen, zumal bei der Verleihung des Heimatpreises 2019 die VHS-Schreibwerkstatt eine „Geldspritze“ erhalten hat. Die Druckerei hat bereits zugesagt. Bei den beiden ins Auge gefassten Sponsoren wartet die Gruppe, durchaus zuversichtlich, noch auf grünes Licht.

Ein wenig ins zeitliche Hintertreffen ist der Kursus durch das Coronavirus gekommen, weswegen die VHS alle Veranstaltungen abgesagt hat. „Egal“, sagt Lehmkuhl entschlossen. „Unser Zeitplan steht. Bis Ende Juni wird getextet und gesichtet, bis Ende Juli wird abschließend korrigiert, bis Ende August ist der ‚KuliSe‘ fertig für die Druckerei, dann muss auch die Finanzierung stehen, bis Mitte Oktober hat die Druckerei Zeit und Ende Oktober ist Auslieferung.“ Später geht nicht. Ist ja klar: Am 7. November ist die große Auftaktveranstaltung für den „Kulinarischen Selfkant“.

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