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Erkelenzer Land: Labore liefern Testergebnisse nach ein bis zwei Tagen

Im Erkelenzer Land : Labore liefern Testergebnisse nach ein bis zwei Tagen

Die Diskussion um flächendeckende Coronavirus-Tests, wie sie nach dem Vorbild Bayerns auch für Nordrhein-Westfalen von der NRW-Opposition gefordert werden, wird von den Verantwortlichen des Gesundheitsamtes im Kreis Heinsberg genau verfolgt. Grundsätzlich seien die Tests machbar.

„Organisatorisch wäre das aus unserer Sicht sicherlich machbar, was die Abstrichstationen und das Weitergeben der Ergebnisse angeht“, sagt Kreissprecher Ulrich Hollwitz auf Anfrage. Wichtige Fragen, beispielsweise diejenigen nach den Abrechnungsmodalitäten und Laborkapazitäten, seien auf Landesebene zu klären.

Bayern will künftig Tests für jeden zahlen, auch wenn er oder sie keine Symptome hat. Die Kosten übernimmt dort der Freistaat, so lange kein Anspruch auf Kostenerstattung durch eine andere Stelle wie eine Krankenkasse besteht. Die NRW-Opposition fordert, dass dies auch in Nordrhein-Westfalen umgesetzt wird. „Wir als Kreis Heinsberg halten uns an die Verordnungen des Landes und setzen das um, was gefordert wird“, erklärt Kreissprecher Ulrich Hollwitz.

Grundsätzlich lässt der Kreis Heinsberg die Tests auf das Coronavirus in der Abstrichstation in Gangelt vornehmen. „Zurzeit erhalten wir die Ergebnisse innerhalb von ein bis zwei Tagen“, berichtet Hollwitz. Die Ergebnisse aus den Testreihen an den Grundschulen in Myhl und Ratheim beispielsweise hätten innerhalb eines Tages vorgelegen. Im März habe es wegen der höheren Infektionszahlen bis zu fünf Tage gedauert, bis Ergebnisse vorlagen.

Der Kreis Heinsberg betreibt die Abstrichstation in Gangelt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz. Ein zweites Diagnosezentrum (DTZ) für Corona-Tests war am 4. März am Willy-Stein-Stadion in Erkelenz von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein in enger Abstimmung mit dem Hermann-Josef Krankenhaus und dem Kreis Heinsberg eingerichtet worden. Wegen rückläufiger Infektionszahlen hatte die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein die Abstrichstation in Erkelenz am 29. Mai wieder geschlossen.

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