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Erkelenzer Land: Kreis Heinsberg arbeitet an Unwetterschutz

Nach Hochwasserereignissen im Sommer 2021 : Kreis Heinsberg arbeitet an Unwetterschutz

Wie können wir uns effektiver gegen Unwetter wappnen? Diese Herausforderung gehen der Kreis Viersen und der Schwalmverband nun gemeinsam an. Dazu haben sie einen Kooperationsvertrag zum Starkregenrisikomanagement geschlossen.

Landrat Andreas Coenen, Stephan Pusch, Verbandsvorsteher des Schwalmverbands und Landrat des Kreises Heinsberg, sowie Thomas Schulz, Geschäftsführer des Schwalmverbands, haben die Pläne dazu jetzt vorgestellt.

Ziel des neuen Starkregenrisikomanagements ist es, eine detaillierte Planungsgrundlage und ein einheitliches System zu entwickeln, um präventiv auf starke Regenfälle reagieren zu können. Dafür erarbeiten die Kooperationspartner anhand einer Simulation eine Starkregen-Gefahrenkarte. Die Karte zeigt, wie sich die Niederschlagsereignisse auf einzelne Gebiete auswirken. So können mögliche Gefahrenpunkte, zum Beispiel Straßen oder Gebäude, identifiziert werden. Das Gefahrenpotential wird dabei in drei Stufen – gering, mittel, hoch – unterteilt. Anhand der Simulation soll anschließend ein Konzept mit konkreten Maßnahmen für den Unwetterfall, unterteilt nach Priorität, entstehen. Mit ersten Ergebnissen ist bis Ende des Jahres zu rechnen.

Die Grundlage des Managements bilden neue Oberflächenabflussmodelle. „Hochwasser gibt es nur an Gewässern, Starkregenabfluss kann aber überall auftreten. Zentrale Fragen des Modells sind daher zum Beispiel: Wie viel Wasser fließt wann und wo? Wie gelingt es, dass das Wasser möglichst wenig Schaden verursacht?“, erklärt Thomas Schulz vom Schwalmverband.

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„Diese wasserwirtschaftlichen Fragen lassen sich nicht kleinräumig beantworten. Starkregen und Gewässer halten sich nicht an Verwaltungsgrenzen. Es ist gut, sie im Schwalmverband kreisübergreifend zu untersuchen“, sagt Stephan Pusch, Landrat des Kreises Heinsberg und Vorsteher des Schwalmverbandes.

(RP)