1. NRW
  2. Städte
  3. Kreis Heinsberg

Erkelenzer Land: Kita-Neustart für alle Kinder erfolgreich

Kita-Neustart im Erkelenzer Land : „Sie strahlen über beide Backen“

Seit Montag dürfen in NRW wieder alle Kinder in die Kitas. In den Einrichtungen im Erkelenzer Land klappte der Neustart nach mehr als drei Monaten gut – es gelten allerdings strikte Regeln, auch für Eltern.

Kindergarten mit strengen Regeln – daran müssen sich viele Kinder im Erkelenzer Land erst einmal gewöhnen. Am Montag öffneten die Kitas in Nordrhein-Westfalen erstmals seit Beginn der Corona-Krise wieder für alle Kinder. Im Kreis Heinsberg waren sie gar für mehr als drei Monate geschlossen. Zumindest in der Erkelenzer Kita Westpromenade verlief der Neustart unter verschärften Bedingungen nach Plan. „Es hat alles gut geklappt. Die Kinder sind alle sehr glücklich, dass sie sich wiederhaben“, sagte die Leiterin Marion Taugs-Blumenhofen.

Ganz wie zuvor läuft der Alltag allerdings nicht: In den Gruppen wird genau auf Hygiene geachtet, vor allem das Händewaschen üben die Erzieherinnen und Erzieher intensiv mit den Kindern. „Bei uns gibt es in jeder Gruppe zwei Erzieherinnen. Wenn ein Kind zum Beispiel auf die Toilette geht, muss eine von ihnen mitkommen und aufpassen, dass die Hände gewaschen werden“, sagte Taugs-Blumenhofen. Damit die Kinder das auch umsetzen, hilft ein altbekanntes Lied: „Wenn die Kinder beim Händewaschen dreimal ,Happy Birthday’ singen, sind 30 Sekunden um“, erklärte die Leiterin, und fügte lachend an: „Ich kann das Lied jetzt schon nicht mehr hören.“

Problemlos lief der Neustart auch im katholischen Kindergarten St. Vincentius in Wegberg-Beeck. Wie in Erkelenz müssen Eltern ihre Kinder dort an den Außeneingängen der Gruppen abgeben – jede verfügt über einen eigenen Zugang, um Kontakte zu vermeiden. Auch die vier Gruppen sollen sich nach Möglichkeit nicht in die Quere kommen. Abstand wird auch beim Mittagessen gehalten, wo jedes Kind einen festen Platz zugewiesen bekommen hat. „An diese ganzen Regeln müssen sich die Kinder erst noch gewöhnen, aber sie haben trotzdem über beide Backen gestrahlt, dass sie heute wiederkommen konnten“, sagte die Leiterin Klaudia Ohlenforst. „Viele Regeln kennen die Kinder schon. Aber es ist ja klar, dass sie nicht alles wie Erwachsene befolgen können.“

Kinder, die bislang für 45 Wochenstunden kamen, dürfen nach der NRW-Regelung nun für nur 35 Stunden kommen, auch bei 35 und 25 Stunden sind es je zehn Stunden weniger pro Woche. Vorschulkinder gingen in NRW bereits seit dem 28. Mai wieder täglich in die Kita – ansonsten lief dort in den vergangenen Monaten lediglich die Notfallbetreuung.