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Erkelenzer Land: Inzidenzwert nach dem Wochenende bei 65,3

Corona-Maßnahmen im Erkelenzer Land : Inzidenzwert im Kreis steigt auf 65,3

Seit Montag gelten neue Corona-Maßnahmen. Der Kreis setzt dabei auch auf die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger. Der Krisenstab behalte die Situation im Auge.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert im Kreis Heinsberg ist über das Wochenende hinweg erneut kräftig gestiegen. Am Montag (Stand: 9 Uhr) lag er bei 65,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche und damit deutlich über der kritischen Marke von 50. Das teilte das Kreisgesundheitsamt mit. Am Freitagmittag war der Wert erstmals seit der ersten großen Corona-Welle wieder über 50 gestiegen.

Auch für den Kreis Heinsberg gilt nun wieder die Gefährdungsstufe 2, was gemäß der Schutzverordnung des Landes NRW neue Maßnahmen mit sich brachte. Diese gelten seit Montag. Das bedeutet für Zusammenkünfte im öffentlichen Raum eine Beschränkung auf maximal fünf Personen, die aus maximal zwei verschiedenen Haushalten kommen dürfen. Feste und Feiern dürfen nur noch mit maximal zehn Teilnehmern stattfinden. Darüber hinaus gilt etwa in Gaststätten zwischen 23 und 6 Uhr eine Sperrstunde. Zu dieser Zeit darf darüber hinaus kein Alkohol verkauft werden.

Von einer Maskenpflicht in Innenstädten will der Kreis angesichts seiner ländlichen Lage hingegen weiter absehen, wie Sprecher Ulrich Hollwitz bereits in der vergangenen Woche betonte: „Wir tun uns schwer, da Ballungsräume zu definieren. Zum Beispiel die Kölner Straße in Erkelenz. Da müssten Sie morgens um halb 9 erstmal jemandem erklären, warum er dort eine Maske tragen muss, wenn da sonst kein Mensch unterwegs ist. Das würde nicht zur Akzeptanz der Regeln beitragen.“

Generell sei es dem Kreis wichtig, auf die Eigenverantwortung der Menschen zu setzen: „Die Leute müssen einsehen, dass sie selbst etwas gegen die Pandemie tun können. Gerade auf dem Land ist das viel einfacher und für die Menschen auch verständlicher, als wenn wir jedes Detail haarklein regulieren würden.“ Der Krisenstab des Kreises, der in der vergangenen Woche erstmals während der zweiten Welle der Pandemie wieder zusammenkam, werde nun „die Lage aufmerksam beobachten“, wie Hollwitz sagte. „Wenn sich die Situation verändert und es wieder Bedarf gibt, werden wir uns nochmal zusammensetzen.“

In den vier Städten des nördlichen Kreises gab es am Montag laut Gesundheitsamt 162 nachgewiesene aktuelle Corona-Fälle, 55 davon kamen über das Wochenende neu hinzu. Vor allem Hückelhoven entwickelt sich dabei immer mehr zum Hotspot und hat nun bereits 94 Corona-Fälle zu verzeichnen – das sind fast ein Drittel aller 308 aktiven Fälle, die es derzeit im gesamten Kreisgebiet gibt. Auch in Erkelenz kamen über das Wochenende zehn Neuinfektionen hinzu, insgesamt sind dort derzeit 37 Menschen positiv getestet. Des Weiteren gibt es 18 Fälle in Wegberg und 13 in Wassenberg.

(cpas)