Neues Projekt im Erkelenzer Land Euregio fördert Austausch mit Nachbarländern

Erkelenzer Land · Schüler in der Grenzregion sollen künftig bessere Möglichkeiten haben, sich mit Nachbarn und Schülern von dort auseinandersetzen zu können. Das Projekt „EMR Lingua“ läuft bis 2023.

 Ein deutsch-niederländischer Grenzübergang.

Ein deutsch-niederländischer Grenzübergang.

Foto: dpa/Sina Schuldt

Die Grenze und Fahrten in die Niederlande gehören für viele Menschen im Erkelenzer Land bereits fest zum Alltag dazu. Die Euregio Maas-Rhein will den Austausch mit den Nachbarländern nun aber weiter intensivieren, vor allem für Schüler. Mit dem neuen Projekt „EMR Lingua“ mit einem Volumen von 2,7 Millionen Euro soll ein „euregionales Koordinations- und Wissenszentrum“ aufgebaut werden.

Ziel sind unter anderem mehr grenzüberschreitende Schüleraustausche, Besuche außerschulischer Lernorte, Praktika und Schulpartnerschaften. Profitieren sollen davon aber nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer und andere Bildungsexperten. „Gerade die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig grenzüberschreitende Partnerschaften sind und dass diese nicht garantiert sind“, sagte Gisela Walsken, Regierungspräsidentin der Bezirksregierung Köln. Leonhard Stepprath, Leiter des Zentrums für Kommunale Bildung und Integration im Kreis Heinsberg, sagte, durch das Wegfallen der Dialekte sei die Kommunikation in der Grenzregion nicht mehr so leicht wie früher. Das Projekt sei eine große Hilfe, diese Verständigung wieder zu vereinfachen.

Auch die Verwaltung und Betreuung der Schullabels „Euregioprofilschule“ und „Euregioschool“ wird dort angesiedelt. Zudem koordiniert und unterstützt das Zentrum die Aktualisierung bestehender euregionaler Unterrichtsmaterialien und vor allem die Entwicklung attraktiver, moderner, digitaler Unterrichtsmaterialien in den Euregiosprachen.

Das Projekt ist Anfang März offiziell gestartet und wird bis August 2023 laufen.

(cpas)
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