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Erkelenzer Land: Corona-Zahlen steigen weiter an

Im Erkelenzer Land : Kaum noch schwere Corona-Verläufe

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Erkelenzer Land steigt weiterhin kräftig an. Einen großen Grund zur Sorge sieht das Gesundheitsamt des Kreises Heinsberg derzeit allerdings nicht.

Während die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den vier Städten des Erkelenzer Landes weiter steigt, gibt es in der Region derzeit kaum noch schwere Krankheitsverläufe nach einer Ansteckung. Das hat eine Sprecherin des Kreises Heinsberg unserer Redaktion bestätigt.

Nachdem gerade zu Beginn der Pandemie viele Menschen schwer erkrankten und alleine im Erkelenzer Krankenhaus teilweise mehr als 20 Corona-Patienten gleichzeitig lagen, habe sich die Situation über die Sommermonate stark beruhigt. Aktuell gibt es im gesamten Kreisgebiet nur noch einen Patienten, der im Krankenhaus behandelt werden muss.

Am Montag (Stand: 9 Uhr) gab es laut Kreisgesundheitsamt im nördlichen Kreis 31 bestätigte Corona-Fälle: Zehn in Erkelenz, neun in Wegberg und jeweils sechs in Hückelhoven und Wassenberg. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz war am Montag so hoch wie seit Monaten nicht mehr: Im Kreis lag sie bei 14,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Wenn er über der kritischen Schwelle von 50 liegt, müssen neue Beschränkungen verhängt werden. Die Zahlen (bestätigte Fälle/Genesene/Tote): Erkelenz (134/117/7), Hückelhoven (249/237/6), Wegberg (67/55/1). Den aktuellen Anstieg sieht das Gesundheitsamt allerdings noch nicht kritisch: „Die Inzidenz variiert in einem akzeptablen Rahmen ohne große Ausreißer. Wir sind wachsam und verfolgen die Infektionsketten“, sagte die Kreissprecherin. Vor dem Wochenende befanden sich im Kreis insgesamt 217 Menschen in Quarantäne.

Dass die Infektionen über den Sommer zumeist nur „leicht oder sogar symptomlos“ verliefen, könnte nach der Meinung vieler Experten damit zu tun haben, dass Infizierte durch Schutzmaßnahmen und das Aufhalten an der frischen Luft meist nur eine geringe Virendosis abbekommen haben. Eine Erklärung dafür hat das Gesundheitsamt allerdings nicht.

Größere Corona-Ausbrüche gab es im Kreis bereits seit Monaten nicht mehr – der letzte Hotspot war das DPD-Depot in Hückelhoven, wo im Mai 80 Mitarbeiter positiv getestet wurden und daraufhin alle 400 Mitarbeiter in Quarantäne mussten. Das zeigte Wirkung: Einen Ausbruch außerhalb der Firma gab es nicht.