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Erkelenzer Land: Corona-Fälle weiter stark rückläufig

Erkelenzer Land : Corona-Fälle weiter stark rückläufig

Die Zahl der Corona-Infizierten sinkt in den vier Städten des nördlichen Kreises Heinsberg seit Tagen. Am Dienstag kam nur ein neuer Fall hinzu. Warum es in Heinsberg verhältnismäßig viele Tote gibt, bleibt hingegen unklar.

(cpas) Im nördlichen Kreis Heinsberg hat es am Dienstag 62 aktuell mit dem Coronavirus Infizierte gegeben. Wie der Kreis Heinsberg mitteilte, waren 23 Menschen in Hückelhoven, 19 in Wegberg, zwölf in Wassenberg und acht in Erkelenz positiv. Das sind neun weniger als noch am Tag zuvor – seitdem kam nur ein neuer Fall hinzu. Insgesamt schlüsselt die Kreisverwaltung wie folgt auf (bestätigte Fälle/Genesene/Verstorbene): Erkelenz (84/72/4), Gangelt (477/438/9), Geilenkirchen (205/174/4), Heinsberg (425/361/22), Hückelhoven (116/88/5), Selfkant (130/112/4), Übach-Palenberg (79/59/6), Waldfeucht (120/100/9), Wassenberg (63/48/3), Wegberg (43/24/0).

In den vergangenen Tagen hat sich die Zahl der Infizierten kontinuierlich zurückentwickelt. Waren im Kreis Heinsberg am vergangenen Freitag noch 247 Menschen infiziert, waren es am Dienstag nur noch 200. Ein sehr großer Teil davon kommt nach wie vor aus dem südlichen Kreis Heinsberg.

Auffällig ist die mit 22 außergewöhnlich hohe Zahl der Corona-Toten in Heinsberg. Eine Erklärung für die vergleichsweise hohe Zahl hat die Kreisverwaltung nicht. Es gebe kein spezielles Ereignis, auf das dieser Wert zurückzuführen werde. Die Zahl habe jedenfalls nichts damit zu tun, dass in Heinsberg eines von drei Krankenhäusern des Kreises liegt, in dem Patienten behandelt werden, denen es besonders schlecht geht. „Die Verstorbenen werden nach Wohnortprinzip zugeordnet, nicht nach Krankenhaus“, erklärt Kreissprecherin Jennifer Grünter.

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Zur Sterbequote der Infizierten, die mit 3,8 Prozent dem Niveau Nordrhein-Westfalens ähnelt (3,6 Prozent), will sich der Kreis nicht äußern. Unter Fachleuten ist die Quote ohnehin höchst umstritten und gilt aufgrund der zu erwartenden hohen Dunkelziffer der nicht erkannten Erkrankungsfälle als nicht signifikant.

Eine genaue Aussage kann der Kreis hingegen zum Durchschnittsalter der Verstorbenen machen: Es liegt bei 80,6 Jahren. Damit bestätigt sich auch im Kreis, dass neben Vorerkrankten in erster Linie ältere Menschen zur sogenannten Risikogruppe zählen. Im Gegensatz zu anderen Städten, wie etwa Mönchengladbach, wird im Kreis Heinsberg nicht zwischen Patienten die „an“ oder „mit“ Covid-19 verstorben sind. Als „mit Covid-19“ verstorben gelte nach bundesweit einheitlichen Kriterien demnach, wer „glasklar“ an einer Vorerkrankung verstorben sei – auch wenn dieser Prozess durch Covid-19 verkürzt worden sei.

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