Heinsberg: Erkelenz Vorbild für Königinnentag in Heinsberg

Heinsberg : Erkelenz Vorbild für Königinnentag in Heinsberg

Der Bund der Historischen deutschen Schützenbruderschaften kommt wieder in den Kreis Heinsberg und feiert ein Jubiläum: Vom 8. bis 10. September findet in Heinsberg das 75. Bundesfest statt.

Vor knapp einem Jahr war Erkelenz Schauplatz des zweitgrößten Festes des Bundes der Historischen deutschen Schützenbruderschaften - im Mai 2016 fand der Bundesköniginnentag statt. Nun kommt der BHDS wieder in den Kreis Heinsberg und feiert dabei sogar ein Jubiläum: Vom 8. bis 10. September findet in Heinsberg das 75. Bundesfest statt, "Wir orientieren uns an dem Vorbild Erkelenz", sagte Heinsbergs Bürgermeister Wolfgang Dieder bei einem Gespräch im Rathaus. In Erkelenz hatte es 2000 das Bundesfest gegeben, Schon im Jahr darauf konnte in Heinsberg ein Bundesköniginnentag ausgerichtet werden. 2012 gab es dann endlich grünes Licht vom Dachverband der Historischen Schützenbruderschaften für das Bundesfest in Heinsberg. Der Vorstand stimmte einem Antrag aus Heinsberg aus Ausrichtung des Festes in 2017 zu. "Heinsberg wird dadurch zum Wiederholungstäter", schmunzelte der Bundesgeschäftsführer des BHDS, Ralf Heinrichs.

"Wir haben uns gerne beworben", versicherte Dieder. Die Stadt Heinsberg stehe zu ihren Schützenbruderschaften und zu ihren Traditionen. "Und wenn man dazu steht, sollte man sich auch dafür einsetzen." Außerdem stelle das Bundesschützenfest eine großartige Werbung für die Stadt und den Kreis Heinsberg dar. Denn das Bundesfest ist nicht auf die Kreisstadt beschränkt. Ein wesentlicher Bestandteil des großen Treffens, das Ermitteln des neuen Bundeskönigs, findet am Samstag, 9. September, auf der Schießsportanlage in Tüschenbroich statt.

Wie viele Schützen aus dem Bereich des Bundes, zu dem Bruderschaften aus den Diözesen Aachen, Essen, Köln, Münster, Paderborn und Trier gehören, tatsächlich nach Heinsberg kommen, ist nicht genau auszumachen. Das hänge sicherlich auch mit dem Wetter am Festwochenende zusammen, meinte Heinrichs, der mit 10.000 bis 12.000 Teilnehmern rechnet und darauf vertraut, dass sich viele Bruderschaften aus dem Kreisgebiet beteiligen. Andere Schätzungen gehen von bis zu 20.000 Schützen aus.

Alle Besucher können sicher sein, eine gut organisierte Veranstaltung vorzufinden. In Zusammenarbeit mit der Stadt Heinsberg haben die Vereinten Schützenbruderschaften Heinsberg die vergangenen fünf Jahre genutzt, um hinsichtlich der Verkehrsführung während des großen Festzuges und des Sicherheitskonzepts optimale Lösungen zu finden. Das war schon eine Mammutaufgabe gewesen, wie Siegfried Jansen als Präsident der Heinsberger Schützen bestätigte. Aber jetzt, eine Woche vor dem großen Fest, herrscht auch bei ihm Zuversicht, dass das Fest reibungslos ablaufen wird.

Für Landrat Stephan Pusch, der Schirmherr des Bundesfestes ist, bietet sich die Kreisstadt Heinsberg mit ihrer Kulisse an Burgberg und Propsteikirche sowie seiner 600-jährigen Schützentradition als geeigneter Festort an. Möge das Bundesfest dem Schützenwesen neuen Auftrieb geben, wünscht sich Bürgermeister Wolfgang Dieder, derweil Jansen glaubt, dass das 75. Bundesfest einen großen Beitrag dazu leisten wird, dass die Schützen auch zukünftig ihrem Wahlspruch "Für Glaube, Sitte und Heimat" gerecht werden.

(kule)
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