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Erkelenzer Land: Diese Kandidaten stehen zur Wahl

Erkelenzer Land : Diese Kandidaten stehen zur Wahl

Fünf Bewerber gibt es bei der Kommunalwahl für das Amt des Landrats. 15 Kandidaten wetteifern in den vier Städten des nördlichen Kreises Heinsberg um die Bürgermeisterämter. Am 25. Mai haben die Bürger die Wahl.

Bei der Kommunalwahl am 25. Mai gehen in den vier Städten des nördlichen Kreises Heinsberg die Vertreter der CDU als Favoriten in die Bürgermeisterwahl. Die Amtsinhaber Peter Jansen (Erkelenz), Bernd Jansen (Hückelhoven), Manfred Winkens (Wassenberg) und Reinhold Pillich (Wegberg/alle CDU) haben allesamt von ihrem Rücktrittsrecht Gebrauch gemacht, damit die Direktwahlen mit den Ratswahlen zusammen gelegt werden konnten. Auch Landrat Stephan Pusch (CDU) hat sich zu diesem Schritt entschieden. Alle Amtsinhaber treten am 25. Mai erneut an.

In Erkelenz treten drei Bürgermeisterkandidaten an: Peter Jansen (54/CDU), Astrid Wolters (54/SPD) und Christel Honold-Ziegahn (54/Grüne). Folgende Parteien stehen in der Erka-Stadt zur Wahl: CDU, SPD, FDP, Grüne, Freie Wähler/UWG, Bürgerpartei und die NPD.

Kein Wahlkampfthema soll der Braunkohlentagebau sein. Das sagen fast alle Parteien. Dennoch sind die aktuellen Entwicklungen bestimmend, zumal noch im April der Umsiedlungsprozess für Keyenberg und die vier Nachbarorte auf Ebene der Bezirksregierung Köln fortgesetzt werden soll. Und weil die Landesregierung für Holzweiler inzwischen den Erhalt statt des Wegbaggerns vorsieht. Egal wie: Dieses Thema wird den Stadtrat nach der Wahl wohl am stärksten beschäftigen.

In Hückelhoven gibt es fünf Bürgermeisterkandidaten: Amtsinhaber Bernd Jansen (CDU), Dietmar Moll (SPD), Jorge Klapproth (FDP), Michael Bienick (Grüne) und Marcel Beckers (NPD). Folgende sieben Parteien stehen in Hückelhoven zur Wahl: CDU, SPD, FDP, Grüne, Die Linken, FW-UWG und NPD. Die Ortsumgehung Millich/Ratheim (L 117n) steht auf der Prioritätenliste ganz oben. Verkehrsentlastungen brauchen auch Hückelhoven und Hilfarth (L 364n) sowie Baal (B 57). Ein Freizeitgelände mit Arena an Schacht 3 geht mit dem neuen Rat in die konkrete Planungs- und Bauphase.

In Wassenberg gibt es drei Bürgermeisterkandidaten: Für die CDU tritt Manfred Winkens an, Hermann Thissen geht für die SPD ins Rennen, Wolfram Steinhage tritt für die Linke an. Folgende Parteien stehen zur Wahl: CDU, SPD, FDP, Grüne und Linke. Das dominierende Thema liegt auf der Hand: die Entwicklung der Innenstadt angesichts der zunehmenden Leerstände und des in greifbare Nähe rückenden Baus der B221n-Ortsumgehung.

In Wegberg gibt es wie zuletzt bei der Kommunalwahl im Jahr 1999 fünf Bürgermeisterkandidaten: Reinhold Pillich (CDU), Michael Stock (SPD), Sven Müller-Holtkamp (FDP), Nicole von den Driesch (AfW) und Sandra Nelsbach (Freie Wähler). Sechs Parteien stehen zur Wahl: CDU, SPD, FDP, Grüne, AfW, Freie Wähler.

Die Finanzen werden es sein, die Wegbergs Stadtrat vor wie nach der Kommunalwahl am meisten fordern werden. Spannend zu beobachten wird sein, wie sich Sozialdemokraten und Alternative für Wegberg (AfW) bei der Wahl am 25. Mai behaupten, waren die Politiker dieser zwei Lager doch einst gemeinsam bei der SPD aktiv. Je nach Wahlausgang könnten sie im neuen Stadtrat das "Koalieren" stark beeinflussen.

Fünf Landratskandidaten stehen zur Wahl: Amtsinhaber Stefan Pusch (CDU) aus Hückelhoven, Ralf Derichs (SPD) aus Erkelenz, Maria Meurer (Grüne) aus Erkelenz, Dr. Klaus Wagner (FDP) aus Wegberg und Heiko Glowka (NPD) aus Mönchengladbach.

Für die Kreistagswahl gibt es neun Wahlvorschläge: CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, Freie Wähler, Die Linke, NPD (alle bereits im Kreistag vertreten) sowie Alternative für Deutschland (AfD) und Piratenpartei. Alle neun haben Direktkandidaten aufgestellt und Reservelisten eingereicht. Die AfD taucht allerdings nur in 25 der 27 Wahlbezirke auf den Stimmzetteln auf, die Piraten in elf der 27 Bezirke.

Nach der Entkoppelung der Bürgermeister- und Landratswahlen, die 2007 vom Kabinett Rüttgers beschlossen, aber später vom Kabinett Kraft rückgängig gemacht wurde, gibt es bei dieser Wahl eine Sonderregelung: Die Räte der Städte, Gemeinden und Kreise werden einmalig für sechs Jahre gewählt (die Wahlperiode endet am 31. Oktober 2020). Ab 2020 werden dann auch die Bürgermeister und Landräte am Tag der Kommunalwahl gewählt.

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(RP)