Wegberg: Die Mühle mit Charme

Wegberg: Die Mühle mit Charme

In der Molzmühle vereint sich Tradition mit Gastfreundlichkeit. Kein Wunder, dass die Mühle zu den beliebtesten Ausflugszielen im Schwalmtal zählt und auch eine lange Geschichte zu erzählen hat.

Mitten im Wald an der Schwalm liegt die Molzmühle. Sie zählt zu den ältesten Mühlen im Schwalmtal. Die Geschichte der denkmalgeschützten Mühle lässt sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen, wobei sie damals Ottiser Mühle genannt wurde.

Kellergang erhalten

Zu diesem Zeitpunkt wurde der bis heute erhaltene Kellergang gebaut, der damit der älteste im gesamten Rheingebiet, einschließlich der Schweiz ist. 1627 ging die Mühle in den Besitz von Arnold Molz über und hört seitdem auf den Namen Molzmühle. Bis ins Jahr 1930 wurde sie als Öl- und Mehlmühle benutzt.

Seit 25 Jahren hat Brigitte Hoyer die Leitung der Mühle. Zum Kauf wurde sie von einem Moment auf den anderen überzeugt: "Als ich den Mühlraum betrat und ein Lichtstrahl Staub und kleine Tiere zum leuchten brachte, sagte ich ,Ja'. Das war ein mystischer Moment".

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53 Jahre lang ward der Mühlraum dem Verfall preisgegeben. Heute ist aus dem ehemals staubigen Raum das Restaurant des beliebten Ausflugziels geworden, dass Teile der alten Mühleneinrichtung einbezieht. "Es war von Anfang an mein Wunsch, dem Ort seinen längst vergessenen Charme zurückzugeben und ihn aus seinem Dornröschen-Schlaf zu erwecken", sagt Brigitte Hoyer.

Dass ihr dies gelungen ist, beweisen nicht zuletzt die zahlreichen Gäste aus dem Ausland, momentan besonders aus Frankreich. Das Restaurant hat bereits einige Preise für Ambiente und Küche eingeheimst. Letztere zeichnet sich besonders durch Vielfältigkeit und Abwechslungsreichtum aus und verknüpft Bodenständigkeit mit gehobenen Ansprüchen: "Wir müssen viele unterschiedliche Bedürfnisse abdecken, wie die des Wanderers oder des Anglers, aber auch die unserer romantisch gestimmten Gäste", sagt Brigitte Hoyer, die gleichzeitig als Küchenchefin fungiert. Deshalb werde die Speisekarte wöchentlich ausgetauscht und an die jeweilige Saison sowie die Wünsche der Gäste angepasst. Dabei werden die Gerichte von selbst kreierten oder aus dem Urlaub mitgebrachten Rezepten beeinflusst, wobei Brigitte Hoyers Passion in der elsässisch-limburgischen Küche anzusiedeln ist. Besonders großen Wert legen die Geschäftsführerin und ihre Mitarbeiter, die teilweise schon über zehn Jahre in der Mühle arbeiten, auf eine familiäre, freundliche Atmosphäre: "Unser Motto lautet: Jeder Gast soll fröhlicher herausgehen, als er rein gekommen ist".

Schwimmbad geplant

Damit sich die Gäste auch in Zukunft rundum Wohlfühlen und eine Auszeit von den Alltagsproblemen nehmen können, ist eine Erweiterung im Wellness-Bereich der Molzmühle geplant. So sollen ein Schwimmbad, eine Sauna und ein Fitnessraum den Besuch in dem zum Haus gehörenden Gasthof abrunden.

(RP)