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Deutlich weniger Nitratbelastung im Kreis Heinsberg

Landtagsabgeordnete berichten : Deutlich weniger Nitratbelastung im Kreis Heinsberg

Der VSR-Gewässerschutz hatte zuletzt hohe Nitratwerte in Erkelenz und Wegberg bemängelt. Die Landtagsabgeordneten sehen das anders. Die Werte seien in den vergangenen Jahren erheblich gesunken.

(RP) Nachdem der Verein VSR-Gewässerschutz im vergangenen Monat deutlich zu hohe Nitratwerte in der Schwalm bei Wegberg und Erkelenz bemängelt hatte, ist eine Grundwasser-Untersuchung des Landes NRW offenbar zu einem anderen Ergebnis gekommen. „Aktuellere Daten und eine differenzierte Betrachtung von unbelasteten Teilgebieten lassen in ganz NRW deutlich weniger Gebiete mit nitratbelastetem Grundwasser erkennen. Gerade im Kreis Heinsberg, in denen die Landwirtschaft aufgrund der, unter der Rot-Grünen Vorgängerregierung ausgewiesenen, Gebietskulisse große Einschränkungen hinnehmen musste, werden die Erfolge der Politik, des Umweltschutzes, aber vor allem auch der Einsatz von Landwirtinnen und Landwirten nun deutlich“ teilten die Kreis Heinsberger CDU-Landtagsabgeordneten Bernd Krückel und Thomas Schnelle mit.

Sie berufen sich auf das für die Landwirtschaft bedeutende Informationssystem Elwas-Web, das für ganz Nordrhein-Westfalen wasserwirtschaftliche Daten bereitstellt. Für den Schutz von nitratbelastetem Grundwasser sei das vom Umweltministerium bereitgestellte Portal ein wichtiges Werkzeug, an dem sich auch die Landwirtschaft für die Mengen der ausgebrachten Düngemittel orientiere. Wie die Abgeordneten mitteilen, seien in NRW von ursprünglich über einer Million Hektar der ausgewiesenen, nitratbelasten „roten“ Gebiete in heute nur noch 165.000 Hektar übrig.

Dieser Erfolg lasse sich laut Schnelle und Krückel vorwiegend auf zwei Faktoren zurückführen: „Zum einen sehen wir an der neuen Gebietskulisse, dass all unsere Maßnahmen zum Schutz des Grundwassers greifen und sich die Nitratbelastung des Bodens messbar reduziert. Der große Sprung bei der Abnahme der roten Gebiete gelang jedoch auch aufgrund des Engagement der Landwirtinnen und Landwirte, sowie der Agrarpolitik der NRW-Koalition. Wir konnten eine differenziertere Betrachtung der ausgewiesenen Gebiete durchsetzen und somit viele unbelastete Teilgebiete neu bewerten.“ Die Nitratbelastung sei nie so hoch gewesen wie gedacht. „Ich werte dies als großen Erfolg für unsere Landwirtinnen und Landwirte im Kreis, denen nun Recht gegeben wurde mit ihrer Kritik an der bisherigen Gebietskulisse“, so Bernd Krückel. „Unsere gemeinsame Aufgabe ist nun, auch die verbleibenden nitratbelasteten Gebiete unter die Grenzwerte zu bringen. Für ein gesundes Grundwasser, eine zukunftsfeste Agrarpolitik und dafür, dass die Landwirtschaft wieder die Anerkennung erhält, die sie verdient hat,“ merkte Thomas Schnelle an.

Kritik an den Ergebnissen des VSR-Gewässerschutzes hatten auch der Schwalmverband und die Wasserwerke geäußert.

(RP)