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Das Ländliche braucht junge Ärzte

Kommentar : Das Ländliche braucht junge Ärzte

Im Erkelenzer Land bahnt sich ein Ärztemangel an, denn es steht ein Generationenwechsel bevor. Autor Marvin Wibbecke kommentiert die Lage.

Auch wenn Patienten hin und wieder über lange Wartezeiten für Termine beim Facharzt klagen, noch ist sie gut, die Versorgung mit Fachärzten im Kreis Heinsberg, wo es laut Kassenärztlicher Vereinigung Nordrhein zuletzt nur wenige unbesetzte Zulassungen gab. Aus den Augen verlieren darf man die Bedarfsplanung aber nicht. Denn die Zahlen sind alarmierend, der Altersschnitt der Fachärzte liegt bei 52 Jahren. Es ist keine mathematische Höchstleistung vonnöten, um zu erkennen, dass das schon bald zu einem echten Problem werden kann, wenn einige Ärzte, womöglich zur gleichen Zeit, ihre Praxen aus Altersgründen schließen. In Anbetracht dessen ist es absolut notwendig, dem Nachwuchs eine Praxis gerade in ländlicheren Gefilden schmackhaft zu machen. Gerade die Vergabe von Medizin-Studienplätzen vom Numerus Clausus zu lösen, ist vielversprechend. Denn gute Schulnoten sagen nichts über die Qualität als Arzt aus.

marvin.wibbeke
@rheinische-post.de