Heinsberg: Dank an Ehrenamtler beim Helferfest

Heinsberg: Dank an Ehrenamtler beim Helferfest

Während des Helferfestes in der Oberbrucher Rurtal-Schule wurde ehrenamtlichen Vertretern von Katastrophenschutz und Feuerwehr auf ganz besondere Weise gedankt. Landrat Stephan Pusch würdigte die Arbeit der freiwilligen Helfer.

"Helden, die wir brauchen" stand auf dem Banner an der Wand der Schul-Aula. Landrat Stephan Pusch und die Mitarbeiter der Kreisverwaltung empfingen rund 240 dieser Helden zur ersten Auflage des Helferfestes für Ehrenamtler.

In der Oberbrucher Rurtal-Schule wurde den Vertretern von Feuerwehr und Katastrophenschutz an diesem Abend auf ganz besondere Weise gedankt - mit einem Auftritt der Schul-Band "Rur-Rock", die "Highway to hell" anstimmte, mit einem Abendessen vom Buffet und dankenden Worten des Gastgebers, der in seiner Festansprache deutlich machte, dass ehrenamtliches Engagement in der heutigen Zeit keineswegs selbstverständlich sei.

Er wolle "einfach mal Danke sagen für den großartigen Einsatz", dabei die Anerkennung gewähren, die diese Menschen verdient hätten, betonte Pusch. Viele betrachteten es heute als Selbstverständlichkeit, dass sich Sanitäter, Katastrophenschützer, Feuerwehrleute sowie Rettungsschwimmer im Ernstfall für andere einsetzten.

Pusch wörtlich: "Das ist keine Selbstverständlichkeit, sondern etwas Besonderes." Mehr denn je erlebten Ehrenamtler bei ihren Einsätzen, dass sie angepöbelt oder angegriffen würden. "Und das nur, weil sie anderen helfen wollen." Dabei werde das Prinzip der Nächstenliebe und des Gemeinsinns mit Füßen getreten. "Eigentlich müsste es einen Sturm der Entrüstung geben, dass so etwas überhaupt passiert. Mit dem ersten Helferfest wolle man ein "deutliches Zeichen der Wertschätzung setzen".

Das Ehrenamt zu unterstützen, bedeute auch, die Ehrenamtler zu stärken. "Doch nur mit Appellen, schönen Worten und etwas Symbolik ist es allein nicht getan", so der Chef der Kreisverwaltung. Pusch berichtete den zahlreichen Gästen vom Ehrenamt-Workshop, der im Herbst 2016 durchgeführt worden sei, um die Situation der Ehrenamtler zu stärken. So habe man die ehrenamtliche Tätigkeit amtlich bescheinigt, damit der Arbeitgeber informiert sei und die freiwillige Tätigkeit keine Nachteile am Arbeitsplatz mit sich bringe. Zusätzliche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen seien ebenso wie Fahrsicherheitstrainings angeboten worden.

Michael Steinmann, Inhaber der Heinsberger Werbeagentur Mi 43, wurde beauftragt, einen Werbebus der WestVerkehr GmbH optisch zu gestalten - Werbung auf Rädern für das Ehrenamt unter dem bezeichnenden Motto "Die Helden, die wir brauchen - Gemeinsam Gutes tun. Mach mit!" Das in Grün und Schwarz gehaltene Gefährt wurde beim Helferfest präsentiert und vom Unternehmen kostenlos als Werbeträger für das Ehrenamt zur Verfügung gestellt.

Zusätzlich wurde mit der neuen Internetseite www.helden-hs.de eine Plattform geschaffen, die es Internetnutzern ermöglichen soll, ohne Umwege zu den verschiedenen Organisationen im Bereich Katastrophenschutz zu gelangen. Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Malteser Hilfsdienst, Kreisfeuerwehrverband sowie die drei Ortsvereine des Technischen Hilfswerks (THW) sind hier unter anderem zu finden.

(cb)