Dachmarke "Niederrhein. So weit. So gut." soll Urlaubsregion bekannter machen

Angebote nicht nur im Kreis Heinsberg : Dachmarke Niederrhein als Urlaubsregion

Der Niederrhein Tourismus hat mit vielen Partnern eine neue „Marke für den Niederrhein“ entwickelt, um die Urlaubsregion noch bekannter zu machen. Der neue Slogan: „Niederrhein. So weit. So gut. Freiraum mittendrin“.

„Wir sind schon gut, können aber noch besser werden“, fasste Martina Baumgärtner, Geschäftsführerin der Niederrhein Tourismus GmbH, die Motivation für die Weiterentwicklung der „Marke Niederrhein“ zusammen. Tipps aus der Region für alle, die hier Natur, Kultur und Wellness genießen, schlemmen, übernachten, Sport treiben oder Sehenswürdigkeiten kennen lernen wollen, gibt eine neue Internetseite, die am 12. Februar online geht.

Sie fasst die Angebote der Dachmarke Niederrhein in drei Themenbereichen als „Faszinationsfelder“ zusammen: „Kultur in der Natur“, „Stadt, Land, Fluss“ und „Lebensfreude“. Die neue Marke stellte in der Burg Wassenberg Andreas Reiter aus dem Zukunftsbüro Wien vor den Bürgermeistern aus dem Kreis Heinsberg, Gastronomen und Aktiven aus dem Freizeitsektor vor.

Anregungen für den Kurztrip holten sich Interessierte bislang auf der Seite „Heinsberger Land“, den Internetauftritten der Kommunen oder beim Niederrhein Tourismus. Jetzt wolle man „als Einheit auftreten“, so Martina Baumgärtner bei der Regionalkonferenz „Marke Niederrhein“. Alle Möglichkeiten für Spaß unter freiem Himmel, Veranstaltungsorte, gastronomische Angebote und Wellness-Oasen soll der Kunde auf einen Blick finden und damit saisonale Orientierung erhalten.

Sie stellten in Wassenberg die neue Marke „Niederrhein“ vor (v. li): Andreas Reiter, Ulrich Schirowski, Martina Baumgärtner und Landrat Stephan Pusch. Foto: Gabi Laue

 Wobei Saison nicht gleich Ferienzeit ist. „Wir wollen eine 365-Tage-Region werden“, unterstrich Martina Baumgärtner. Qualitativ hochwertige Angebote sollen zeigen, „wie schön es auch im Winter sein kann, kuschlige Tage am Niederrhein zu verbringen“. Als sprichwörtlich leuchtendes Beispiel hob sie den Hückelhovener Haldenzauber hervor.

„Das geht wie geschnitten Brot und spricht Emotionen an. Wir brauchen mehr solche Veranstaltungen, um das ganzjährige Angebot abzubilden.“ So gehören auch der Hückelhovener Bürgermeister Bernd Jansen und Stadtmarketing-Geschäftsführer Carsten Forg zu den „Botschaftern“, mit denen die neue Marke umgesetzt werden soll. Es werden Kampagnen entwickelt und fertige Kurzreisen-Angebote zusammengestellt, die online gebucht werden können.

Auf der Seite www.lieblingsplatz-niederrhein.de – ein Erfolgsprojekt der Niederrhein Tourismus GmbH – können Gäste mit Foto und Kurzbeschreibung ihren persönlichen Vorschlag beschreiben. Und noch mehr Lieblingsplatz-Erlebnisse soll es künftig am Niederrhein geben, der seit 2004 steigende Übernachtungszahlen verzeichnet. Reiselustige, die den „Freiraum mittendrin“ suchen, können sich Touren selbst zusammenstellen. Für Spaß unter freiem Himmel beim Wandern oder Radfahren. Oder bei schlechtem Wetter Alternativen finden im Begas Haus in Heinsberg oder der Kletterhalle im Kreis Viersen. „Auf allen Kommunikationsmitteln ist die Seite schnell zu öffnen“, versprach Martina Baumgärtner.

Mehrsprachig beschreibt das neue Portal die Angebote für die Zielmärkte NRW, Niederlande und den flämischen Teil Belgiens. Baumgärtner: „Der Kurzurlaub soll zum absoluten Erlebnis werden für den Gast.“ Und da hat der Niederrhein-Urlauber so viele Möglichkeiten: Rafting in der Rur, Golf-Schnupperstunden, Wandern mit Lamas, Feng-Shui-, Mal- oder Bildhauer-Workshops, Brauseminar oder Grillkurs, Wildpark Gangelt, Teverener Heide, Naturschutzstation Haus Wildenrath, Touren mit einem geliehenen Niederrhein-Rad, Übernachten im Heuhotel, Wasserspaß am Amici Beach oder Seele baumeln lassen an den Wassenberger Glücksorten. – das sind nur einige Beispiele. Zur „Lebensfreude“ zählen Ballonfahrten, Bodyflying in Hückelhoven, die Stadtfeste, Festivals, der Wassenberger Schlemmermarkt, die SommerMusik Schacht 3 oder das Electrisize in Erkelenz.

„Beim Aufbau der Netzwerke sind alle gefragt“, unterstrich Thomas Schmitz vom Niederrhein Tourismus. Die dargestellten Angebote und Events ließen sich jederzeit erweitern. Landrat Stephan Pusch erhielt den ersten „Botschafterpreis“ und freute sich, dass die Akteure etwas bewegen können für die Region. „Wir haben verstanden, dass es Sinn macht, sich einer großen Dachmarke anzuschließen“, sagte er und verband damit den Appell: „Lasst uns das zusammen auf den Weg bringen.“

Ganz wichtig fand Wirtschaftsförderer Ulrich Schirowski die überregionale Zusammenarbeit von Heinsberger Land, Niederrhein Tourismus sowie den Kreisen Wesel, Kleve, Viersen und Heinsberg: „Wenn wir überregional Gäste holen wollen, müssen wir eine Identität schaffen.“