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Coronavirus: Kreis Heinsberg bittet Bundeswehr um Hilfe

Laborkapazitäten für Testauswertung gefragt : Kreis Heinsberg bittet in der Corona-Krise Bundeswehr um Hilfe

Damit die Fallzahlen verlässlich bleiben, wird mit dem Entlassmanagement begonnen. Der Kreis Heinsberg möchte auf Laborkapazitäten der Bundeswehr zugreifen.

Der besonders hart betroffene Kreis Heinsberg hat in der Coronavirus-Krise die Bundeswehr um Hilfe gebeten. Bei der Anfrage des Kreises Heinsberg geht es um Laborkapazitäten der Bundeswehr, um zeitnah Ergebnisse zu Tests aus dem Kreis Heinsberg bekommen zu können, erklärte Jennifer Grünter, Sprecherin des Kreises Heinsberg.

Am Freitagmittag (13. März) meldete der Krisenstab 553 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Heinsberg. Damit diese Zahl eine Aussage über die tatsächliche Lage geben kann, beginnt der Kreis Heinsberg mit dem Entlassmanagement: Infizierte Personen, die sich nach einem positiven Testbefund bis jetzt 14 Tage in Quarantäne befunden haben, werden vom Gesundheitsamt des Kreises Heinsberg erneut kontaktiert und nach mindestens drei Tagen Beschwerdefreiheit zu einem Kontrollabstrich in einer der zentralen Stellen zur Probenentnahme in Gangelt und Erkelenz gebeten. Um diese zahlreichen Tests vornehmen zu können, sind weitere Testzentren zur Probenentnahme in Planung.

Das Gesundheitsamt bittet darum, dass sich alle Bürger mit Symptomen wie Husten, Bronchitis oder weitergehenden Infektionen mit ihrem Hausarzt in Verbindung setzen. Dieser veranlasst dann, nach gegebener Indikation, einen Test in einer der Abstrichstationen. Bis zur endgültigen Abklärung gilt für alle, die die benannten Krankheitszeichen haben, die Einhaltung der häuslichen Quarantäne.

Um dem Unterrichtsausfall entgegenzuwirken, stellt die Kreisverwaltung den Schulen im Kreisgebiet ein digitales Angebot zur Verfügung. Ein IT-Dienstleister aus Übach-Palenberg bietet dafür eine kostenlose digitale Umgebung an und unterstützt bei der Einrichtung. So kann der Unterricht per Web-Browser oder App von Zuhause verfolgt werden.

Der Kreis Heinsberg sagt seine politischen Sitzungen, bis auf unaufschiebbare Ausschüsse, wie dem Wahlausschuss, ab. Die geplanten Einschuluntersuchungen fallen ebenfalls an allen Standorten (Erkelenz, Heinsberg, Geilenkirchen) aus. Mit den Betroffenen werden neue Termine vereinbart. Das Bürgertelefon des Kreises Heinsberg ist an diesem Wochenende unter 02452 131313 von 10 bis 17 Uhr erreichbar.