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Coronakrise Kreis Heinsberg: Zwei weitere Sterbefälle - Bundeswehr hilft

3000 FFP2-Masken, 15.000 Nasenschutzmasken, 8000 Schutzkittel : Coronakrise: Bundeswehr hilft im Kreis Heinsberg

Das Gesundheitsamt berichtet am Wochenende von zwei weiteren Coronavirus-Todesfällen im Kreis Heinsberg. Die Bundeswehr liefert 3000 FFP2-Masken, 15.000 Mund- und Nasenschutzmasken, 8000 Schutzkittel sowie zwei Beatmungsgeräte für die Intensivstationen.

Zwei weitere Menschen sind am Wochenende wegen des Coronavirus gestorben. Dabei handelt es sich nach Angaben des Gesundheitsamtes des Kreises Heinsberg um eine 84-jährige Frau und einen 85-jährigen Mann. Insgesamt zählt der Kreis nun 15 Sterbefälle, 967 bestätigte Infektionen, abzüglich 157 genesenen Personen.

Um einen drohenden Engpass an dringend benötigter Schutzbekleidung am Wochenende abzuwenden, hatte sich der Kreis Heinsberg am 19. März mit einem Hilfeleistungsantrag an die Bundeswehr gewandt. Als Beitrag der Bundeswehr im Rahmen der gesamtgesellschaftlichen Anstrengungen zur Verlangsamung der Corona-Pandemie wurde diesem nun stattgegeben. Die Bundeswehr stellte als Überbrückungsmaßnahme den Hilfskräften im Kreis Heinsberg kurzfristig 3000 FFP2-Masken, 15.000 Mund- und Nasenschutzmasken und 8000 Schutzkittel zur Verfügung. Außerdem wurden zwei Beatmungsgeräte für die Intensivstationen der Krankenhäuser geliefert. Damit kann die Versorgung der in den drei Krankenhäusern des Kreises stationär betreuten Covid-19 Patienten (Infektionsschutz der Bediensteten) und der Schutz von nicht-Covid-19 Patienten gegen eine Infektion durch zurzeit eingesetztes Risikopersonal (Kontaktpersonen, die zur Vermeidung einer Infektion von Patienten nur mit persönlichem Schutz arbeiten dürfen) nach Angaben der Bundeswehr über das Wochenende hinaus sichergestellt werden. Das benötigte Material wurde zuvor aus mehreren Standorten Deutschlands zusammengestellt und im Straßentransport nach Erkelenz gebracht.

Landrat Stephan Pusch nahm das Material entgegen und dankte der Bundeswehr für die Lieferung: „Zwar reicht das nur für zwei bis drei Tage, allerdings ist es ein wichtiges Signal für uns im Kreis Heinsberg, dass wir nicht alleine gelassen werden vom Rest der Republik.“ Ärzte und Pflegepersonal in den drei Krankenhäusern des Kreises Heinsberg in Erkelenz, Heinsberg und Geilenkirchen seien auf die Schutzausrüstung angewiesen, ohne die der Kampf gegen das Coronavirus nicht geführt werden könne. „Wir dürfen bei aller Kritik, die manchmal auch angebracht ist, oder bei der Beurteilung des Ernstes der Lage nicht vergessen, dass uns diese Situation in ganz Deutschland unerwartet und überraschend getroffen hat“, sagte Landrat Pusch. Man müsste sich nun mit Kritik zurückhalten und statt dessen gemeinsam nach vorne gucken und gemeinsam daran arbeiten, die Produktionskapazitäten aufzubauen, um das Pflegepersonal und die Ärzte zu schützen. Was die Krankenhausbetten angeht, können nach Angaben von Stephan Pusch die Erfahrungen, die im Kreis Heinsberg bereits gemacht worden sind, mit einfließen in die Krisenstrategie für ganz Deutschland. Mit Blick auf die Unterstützung durch die Bundeswehr sprach Stephan Pusch von einem „guten Tag für den Kreis Heinsberg“.

Kommentar: Auch in der größten Krise hilft ein Blick auf die Fakten