Caritasverband für die Region Heinsberg mit hauptamtlichem Vorstand

Caritasverband für die Region Heinsberg stellt sich neu auf : Caritas-Vorstand nun hauptamtlich

Seit seiner Gründung 1966 wurde der Caritasverband für die Region Heinsberg von einem zumeist ehrenamtlichen Vorstand geleitet. Aufgrund der Aufgabenvielfalt ändert sich nun die Struktur zu einem hauptamtlichen Vorstand.

Das ehrenamtliche Engagement war bisher und bleibt auch künftig eine wichtige Grundlage der sozialen Arbeit des Caritasverbandes in der Region Heinsberg. Daran ließ Manfred Koep, Vorsitzender des im Dezember 2017 neu konstituierten Caritasrates, keinen Zweifel. Gleichwohl bedürfe das über Jahre gewachsene Aufgabenspektrum der Caritas mit heute immerhin 1000 professionellen Mitarbeiter(inne)n heutzutage hauptamtliche Strukturen, wie sie die Bischofskonferenz auch empfohlen habe.

Bislang leitete ein ehrenamtlicher Vorstand, bestehend aus Pfarrer Winfried Müller und Monika Karim, die Caritas, Geschäftsführer Gottfried Küppers komplettierte das Gremium. „Wir haben gespürt, wie schwer es ist, einen Verband in dieser Größe ehrenamtlich zu führen“, sagten die Beteiligten. Es habe seit längerem Überlegungen zu einer neuen Struktur gegeben, betonte Koep. 2017 dann habe die Caritas-Vertreterversammlung den Beschluss zu einer entsprechenden Satzungsänderung gefasst und damit den Weg für ein hauptberufliches Vorstandsmodell frei gemacht. Und auch der ebenfalls neu konstituierte Caritasrat, als Aufsichtsrat des Caritasverbandes zuständig für die Umsetzung, hat sich intensiv mit dieser Umstrukturierung beschäftigt und in seiner Sitzung am 8. Mai den einstimmigen Beschluss gefasst, dass der zukünftige hauptamtliche Vorstand laut Satzung aus zwei Mitgliedern bestehen soll. Gottfried Küppers, bisheriger hauptamtlicher Geschäftsführer des Verbandes, und Marion Peters wurden einstimmig als hauptamtliche Vorstände gewählt. Peters behält auch im neuen Amt ihre Aufgaben als Leiterin der Abteilung Gesundheit und Pflege. Küppers fungiert als Vorstandssprecher, als besonderer Vertreter wurde Claus Vaehsen, Verwaltungsleiter des Caritasverbandes, benannt.

Küppers und Peters bringen beide vieljährige Erfahrung in der Caritasarbeit mit und freuen sich auf die neuen Aufgaben, die freilich auch besondere Herausforderungen angesichts der gesellschaftlichen Veränderungen und des demografischen Wandels mit sich bringen werden. Auch der Wandel im Ehrenamt und der Fachkräftemangel sind für beide wichtige Stichworte. Die Caritas werde sich weiter als Ausbilder vor allem in der Altenpflege (derzeit 30 Ausbildungsstellen) mit ihrem neuen Ausbildungskonzept engagieren, versprach Peters.

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Heute gliedert sich der Verband in fünf Abteilungen: die Abteilungen Gesundheit und Pflege, Familie, Kinder & Jugend, Gefährdete und behinderte Menschen, Gemeindedienste und die Verwaltung. Hinzu kommt seit diesem Jahr das Alten- und Pflegeheim St. Josef Übach gGmbH und seit Gründung im Jahre 1991 die Caritas-Werkstatt gGmbH.

„Mittlerweise sind es über 40 Dienste und Einrichtungen, die tagtäglich soziale Dienstleistungen unter dem Dach der Caritas im gesamten Kreis Heinsberg anbieten“, erläutern Küppers und Peters. Diese Dienstleistungen erstrecken sich vom Schutz des ungeborenen Lebens über Hilfen für Familien, Kinder und Jugendliche, Hilfen für psychisch kranke Menschen, suchtkranke und wohnungslose Menschen bis zur ambulanten, teilstationären wie stationären Betreuung und Pflege von alten, kranken und sterbenden Menschen und den Gemeindediensten. Küppers: „Dies leistet der Caritasverband mittlerweile mit über 1000 versierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und gehört damit zu einem der größten Arbeitgeber in unserer Region.“

Ein ausdrücklicher Dank galt den ausscheidenden ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedern, Pfarrer Winfried Müller als Vorsitzendem und Monika Karim als seiner Stellvertreterin, die sich beide jedoch im Caritasrat weiter engagieren.

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