Caritas im Kreis Heinsberg: Neue Leiterin für die Erziehungsberatungsstellen

Caritas im Kreis Heinsberg : Neue Leiterin für die Erziehungsberatungsstellen

Die Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche in Erkelenz und Geilenkirchen des Caritasverbandes für die Region Heinsberg stehen unter der neuen Leitung von Sylke Kreyes. Sie ist sich dieser Herausforderung bewusst, kann aber aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen.

Bereits seit 24 Jahren ist Sylke Kreyes in der Erziehungsberatung im Kreis Heinsberg und damit in Beratungsstellen tätig. „Ich bin über 20 Jahre im Kreisgebiet unterwegs, kenne die Strukturen, Einrichtungen, Kollegen und Menschen. So habe ich einen guten Überblick“, sagt sie. Zudem gehöre sie zu einem multiprofessionellen 14-köpfigen Team an beiden Standorten.

Dieses Team besteht aus Psychologen, Sozialarbeitern, Sozialpädagogen und Heilpädagogen, die über unterschiedliche Zusatzqualifikationen verfügen. „Dies macht unsere Qualität aus“, so Kreyes. Sie stellt fest, dass im letzten Jahr eine deutliche Zunahme an Beratungen und Anmeldezahlen (753 Beratungsfälle) zu verzeichnen war. Dies führe sie auf die gute Vernetzung und Kooperation mit anderen Einrichtungen sowie auf das niederschwellige Angebot der offenen Sprechstunden in den Familienzentren im Kreis, elf in Erkelenz, zwölf in Geilenkirchen, am Carolus-Magnus-Gymnasium Übach-Palenberg, am Cusanus-Gymnasium Erkelenz und am Gymnasium Hückelhoven zurück. „Wir gehen raus, um die Menschen zu erreichen, wo sie sind. Die Hemmschwelle uns anzusprechen ist mit den offenen Sprechstunden geringer“, sagt Sylke Kreyes. Gerade Kinder und Jugendliche würden so in den Schulen erreicht. Eine weitere Möglichkeit für sie sei die bundesweite Online-Beratung. Dennoch würden sich vorwiegend Eltern bzw. Sorgeberechtigten an die Beratungsstellen wenden, stellt sie fest. Ein Teil komme noch über die Jugendämter, Schulen und Ärzte. Um noch mehr Jugendliche zu erreichen, sei eine Idee, einen speziellen Flyer für sie zu entwickeln.

Der allgemeine Flyer „Erziehungsberatungsstellen – Unterstützung für Eltern, Kinder, Jugendliche und Fachkräfte“ sei indessen bereits neu gestaltet, um über die Angebote zu informieren. „Hier wird darauf hingewiesen, dass wir bei Fragen zur Entwicklung und zum Verhalten von Kindern und Jugendlichen bei Problemen in der Familie individuell und lösungsorientiert beraten“, sagt Sylke Kreyes. Zudem würden alle Angebote kurz aufgeführt.

Auch die Internetseite sei neu. Erstmals gebe es hier detaillierte Beschreibungen zu allen Angeboten. „Wir beraten Eltern, Kinder, Jugendliche und Familien, einzeln oder gemeinsam, sowie Fachkräfte aus Kindergärten, Schulen und sozialen Diensten, bieten Gruppenangebote wie das Elterntraining „Kinder im Blick“, die offenen Sprechstunden und Präventionsveranstaltungen“, umschreibt Kreyes das Angebotsspektrum. Anlässe einer Beratung seien allgemeine Erziehungsfragen, Entwicklungsauffälligkeiten, Probleme in der Schule, Trennung und Scheidung, Umgangs- und Sorgerecht, sexuelle Gewalt, Missbrauch, Essstörungen und häusliche Gewalt. „Die Bandbreite ist groß und reicht von kleinen Fragen bis hin zu einschneidenden Lebensereignissen“, erklärt Sylke Kreyes.

Sie weist noch darauf hin, dass es dem 14-köpfigen Team wichtig sei, mit jedem einzelnen Ratsuchenden die Vorgehensweise abzusprechen, es eine Schweigepflicht gebe, die Beratungen freiwillig, kostenfrei und auf Wunsch anonym seien.

(RP)
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