Erkelenz : Schlaglöcher werden provisorisch repariert

Die Anton-Raky-Allee und Mühlenstraße sollen mittelfristig komplett saniert werden - die Stadt will die Bahnbrückensanierung abwarten.

Seit einigen Wochen stehen an der Anton-Raky-Allee in Erkelenz Schilder, die Verkehrsteilnehmer dazu anhalten, dort nicht schneller als 30 Kilometer pro Stunde zu fahren. Ein großes Ausrufezeichen in rotem Dreieck ist ebenfalls warnend angebracht und der Hinweis, weshalb dort ein Tempolimit eingeführt worden ist: Straßenschäden. Menschen, die dort täglich mit ihrem Auto entlangfahren, aber auch Fahrradfahrer, fragten am Bürgermonitor unserer Redaktion, warum die Stadtverwaltung die Schäden nicht einfach behebt.

Die Schlaglöcher auf der Anton-Raky-Allee und der sich anschließenden Mühlenstraße sind nicht wenige. Auch erscheinen sie teilweise tief. Dieser Missstand soll in Kürze beseitigt werden, kündigt Ansgar Lurweg, der Technische Beigeordnete der Stadt Erkelenz, auf Nachfrage unserer Redaktion an: "Der Auftrag zur Ausbesserung der Löcher ist bereits erteilt und wird je nach Witterungsverlauf zeitnah erledigt." Einen dauerhaften Neuaufbau der beiden Straßen hat die Stadt allerdings nicht geplant, was mit der Bahnüberführung an der Mühlenstraße zusammenhängt, die von der Deutschen Bahn (wie berichtet) als dringend sanierungsbedürftig eingestuft worden ist. Die jetzt vorgesehenen Reparaturen an der Straßenoberfläche werden "ein Provisorium bleiben", sagt Lurweg. Abwarten wolle die Stadtverwaltung, bis die Deutsche Bahn die Bahnbrücke saniert: "In der mittelfristigen Finanzplanung der Stadt Erkelenz ist dann der Ausbau der Anton-Raky-Allee und Mühlenstraße bis zur neuen Bahnunterführung vorgesehen. Dort sind wir aber abhängig vom Zeitplan der Bahn zur Erneuerung der Unterführung."

Zunächst hatten Deutsche Bahn und Stadt Erkelenz Überlegungen angestellt, die Bahnüberführung an der Mühlenstraße gemeinsam in einer großen, neuen Lösung zu sanieren. Dann aber hatten beide Seiten mit ihren Planungen nicht zeitgleich zueinandergefunden, was wichtig gewesen wäre, um an Fördergelder kommen zu können, so dass im April 2017 das Vorhaben für beendet erklärt wurde. Lurweg hatte damals erläutert: "Eine Umsetzung der geplanten großen Lösung ist nicht mehr möglich." Vielmehr wolle die Deutsche Bahn nun die rund 100 Jahre alte Überführung ab dem Jahr 2020 erneuern. "Mein letzter Informationsstand dazu ist, dass im Frühjahr 2018 die Planung dazu erstellt werden soll", erklärt Lurweg aktuell. Der Stadt lägen somit noch keine neuen Planungen vor.

(spe)
Mehr von RP ONLINE