Wegberg: Bahnhof soll schöner werden

Wegberg: Bahnhof soll schöner werden

Das Umfeld des Wegberger Bahnhofs soll attraktiver gestaltet werden. 85 Prozent der Kosten für die Umgestaltung würde das Land übernehmen. Die Politik hat noch Beratungsbedarf. Der Förderantrag wird voraussichtlich im Frühjahr gestellt.

Altes Gebäude, dunkle Ecken, schmaler Bahnsteig – der Wegberger Bahnhof ist nicht gerade ein Aushängeschild für die Stadt im Tal der Mühlen. Das würden die Verantwortlichen im Wegberger Rathaus gerne ändern. Doch die Bahn AG, die eigentlich für das Gelände verantwortlich ist, sieht keine Notwendigkeit, das Gelände aufzuwerten. Darum hat die Stadt Wegberg von einem Planungsbüro ein Konzept erarbeiten lassen, das aufzeigt, wie das Bahnhofsumfeld attraktiver gestaltet werden könnte. Nachdem die Bezirksregierung angekündigt hat, dass das Land NRW 85 Prozent der Gesamtkosten für die Umgestaltung übernehmen würde, sieht die Stadtverwaltung das als einmalige Chance, das Areal am Bahnhof aufzuwerten.

Barrierefreier Bahnsteig

Ein Mitarbeiter des Planungsbüros Berg und Partner stellte am Dienstagabend den Mitgliedern des Ausschuss für Städtebau, Umwelt und Verkehr das Konzept zur Umgestaltung vor. Die Pläne sind in die beiden Bauabschnitte "Vorplatz" und "Bahngelände" unterteilt. Vorgesehen ist unter anderem ein barrierefreier und teils überdachter Bahnsteig. Auf der Grünfläche zwischen der Bahnhofstraße und dem Bahnhofsgebäude sollen 24 Parkplätze sowie drei Behindertenparkplätze entstehen. Auch ein neuer Taxistand und eine Abstellanlage für Fahrräder ist geplant. Auch für mehr Sicherheit werde gesorgt. So soll künftig durch entsprechende bauliche Maßnahmen verhindert werden, das die Gleise von der gegenüberliegenden Jakob-Hoogen-Straße überquert werden können.

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Was auch deutlich wurde: Da das Bahnhofsgebäude selbst und der Vorplatz in privater Hand sind, gibt es für die Stadt keine Möglichkeiten, dort Einfluss zu nehmen. Im Grundsatz begrüßten die Mitglieder des Verkehrsausschusses die Pläne. Die Kosten bezifferte der Mitarbeiter des Planungsbüros in der Variante 1 (nur Vorplatz) auf 375 000 Euro, davon müsste die Stadt 92 952 Euro übernehmen. Für die Variante 2 (Vorplatz und Bahngelände) wurden Kosten in Höhe von 623 180 Euro genannt. Davon müsste die Stadt 149 864 Euro. übernehmen. Angesichts dieser Zahlen riet Wolfgang Bennewirtz (CDU) zu einer verantwortungsvollen Entscheidung, immerhin gehe es um Steuergelder in Höhe von bis zu 620 000 Euro. Technischer Beigeordneter Rudolf Fabry sprach von einem "aus Sicht der Stadt überschaubaren Betrag". Die Möglichkeit der Mitfinanzierung durch das Land sei eine Chance. Außerdem müsste der Bahnsteig barrierefrei gestaltet werden. "Das ist auch ein Anspruch an uns selbst", meinte Fabry.

Die CDU äußerte den Wunsch, über die vorgelegte Planung innerhalb der Fraktion beraten zu können. Gibt der Ausschuss in der nächsten Sitzung grünes Licht, könnte die Stadt Wegberg im Frühjahr den Förderantrag bei der Bezirksregierung stellen.

(RP)