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Wegberg: B221 n: Jetzt wird gebaut

Wegberg : B221 n: Jetzt wird gebaut

Hochrangige Vertreter aus Politik und Verwaltung kamen gestern zum symbolischen Bauauftakt für die B221n nach Arsbeck. Die Umgehungsstraße soll Ortsdurchfahrten entlasten und wirtschaftliche Impulse für die Region bringen.

Hochrangige Vertreter aus Politik und Verwaltung kamen gestern zum symbolischen Bauauftakt für die B221 n nach Arsbeck. Die Umgehungsstraße soll Ortsdurchfahrten entlasten und wirtschaftliche Impulse für die Region bringen.

Mit dem Spatenstich in Arsbeck haben gestern offiziell die Bauarbeiten für die B221 n begonnen. Um Arsbeck herum entsteht in den kommenden zwei Jahren eine rund vier Kilometer lange Ortsumgehung, die rund 9,9 Millionen Euro kosten wird. Den Spatenstich nahmen Staatssekretär Achim Großmann (Bundesverkehrsministerium), NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke und Straßen-NRW-Hauptgeschäftsführer Winfried Pudenz vor.

Entlastung für Arsbeck

Pudenz erinnerte auf der Baustelle in der Nähe der ehemaligen Kaserne daran, dass bereits 1978 die Linienbestimmung für die B221 n vorgenommen wurde: "Seitdem warten die Anwohner darauf, dass sie vom Durchgangsverkehr entlastet werden." Der 11. August 2008 sei deshalb ein wichtiger Tag in der Geschichte von Arsbeck. Staatssekretär Großmann lieferte dazu die passenden Zahlen: Die B221 n bringe für den Ortskern von Arsbeck eine Entlastung von 75 Prozent. "Wir schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Ortschaften werden entlastet und die Fernverbindungen verbessert."

NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke sagte, dass Arsbeck endlich aufatmen könne: "Die enge und kurvenreiche Ortsdurchfahrt, die bisher täglich mit rund 7800 Fahrzeugen belastet ist, wird mit der neuen Ortsumgehung vom Durchgangsverkehr befreit." Dadurch verbessere sich auch die Situation für Fußgänger und Radfahrer erheblich. Wittke kündigte an, dass Ende 2008 und Anfang 2009 die Planfeststellungsverfahren für die Ortsumgehungen von Wassenberg und Unterbruch eingeleitet würden. "Ich hoffe gleichzeitig, dass in der Grenzregion die Akzeptanz der Bürger für den Verkehr wächst", sagte Wittke.

Angesichts möglicher wirtschaftlicher Impulse bezeichnete Landrat Stephan Pusch den Bau der B221 n als wichtiges Straßenbauprojekt des Kreises neben dem Bau der B56 n. Wegbergs Bürgermeisterin Hedwig Klein blickte auf die 40-jährige Planungsphase zurück und erinnerte daran, wie der damalige NRW-Verkehrsminister Wolfgang Clement ihr Mitte der 90er Jahre versprochen hatte, dass die Straße bis spätestens 1998 gebaut sei.

Der Einladung des Landesbetriebs Straßen NRW waren zahlreiche Vertreter aus Politik und Verwaltung gefolgt, darunter der Bundestagsabgeordnete Leo Dautzenberg (CDU), die Landtagsabgeordneten Ruth Seidl (Grüne), Gerd Hachen (CDU), Ulla Meurer (SPD) sowie die Bürgermeister Manfred Winkens (Wassenberg) und Peter Jansen (Erkelenz).

(RP)