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Ausflugsziele Erkelenzer Land: Wohin zwischen Weihnachten und Neujahr?

Ausflugsziele im Erkelenzer Land : Wohin zwischen Weihnachten und Neujahr?

Für den Fall, dass zwischen den Weihnachtsfeiertagen und dem neuen Jahr tatsächlich so etwas wie Langeweile und das Bedürfnis, an die frische Luft zu gehen, auftritt, können Sie diese Ausflugsziele im Erkelenzer Land besuchen.

Das Jahr neigt sich dem Ende, es sind Schulferien und viele haben frei und sind zuhause. Diese Zeit direkt nach den Weihnachtsfeiertagen ist also ideal, um mal wieder rauszukommen und Erholung, Spaß und Abenteuer in der eigenen Heimat zu finden. Nur was sind die idealen Ausflugsziele im Erkelenzer Land – trotz Pandemie und Feiertagen?

Wen es raus in die Natur zieht, kann im Erkelenzer Land so einiges unternehmen. Ein mögliches Ausflugsziel ist der Adolfosee in Ratheim in unmittelbarer Nähe zur Rur. Der annähernd L-förmig Baggersee zieht nicht nur Wanderer, sondern auch Angler an. Der See gilt als sehr fischreich, was auch auf die Bemühungen des Ratheimer Angelvereins zurückzuführen ist. Hechte, Barsche, Aale, Karpfen und viele weitere Friedfisch-Arten kommen hier vor. Aber nicht nur das: Der Adolfosee dient auch als Winterquartier für einige Vogelarten. Als Ausgangspunkt für einen Spaziergang um den See kann beispielsweise der Parkplatz am „Bürgerhaus am See“, Wiesengrund sein.

Eine weitere schöne Wasserfläche hat Wassenberg zu bieten. Der Effelder Waldsee-Pfad ist circa fünf Kilometer lang und umrundet den Effelder Waldsee. Dieser Wanderweg gehört zum Projekt „Leichte.Wander.Welt.“ und soll ein Wanderweg für alle sein: egal ob alt oder jung, mit Handicap oder ohne. Der Weg ist barrierearm und bietet einige Sitzmöglichkeiten zum Pausieren. Außerdem gibt es Informationstafeln und QR-Codes, die noch mehr Wissenswertem bieten. Der Startpunkt der Tour ist am Parkplatz an der Waldseestraße, Ecke Bruchstraße. Und wer besonders abgehärtet ist und sich vorher über das richtige Vorgehen informiert, kann im See auch ein Eisbad nehmen.

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Für diejenigen, die so richtig schwitzen wollen und sich zum Ende des Jahres noch mal richtig in Form bringen wollen, könnte der in diesem Jahr angelegte Calisthetics-Park in Wassenberg die richtige Anlaufstelle sein. Auf einer rund 300 Quadratmeter großen, begrünten Fläche stehen sieben aus Stahl und Kunststoff angefertigte Outdoor-Sportgeräte. Welche Übungen möglich sind, erklären entsprechende Hinweisschilder. Dank QR-Codes können sich Smartphone-Nutzende zudem kurze Erklärvideos ansehen. Die Anlage befindet sich zwischen dem Jugendzentrum und dem Naturpark-Tor an der Pontorsonallee und ist ganztags für alle Interessierten frei zugänglich.

Das bewegende Thema in Erkelenz ist der Braunkohletagebau. Und man kann von den Klimaaktivisten halten, was man will, aber wer den alten Hof von Landwirt Eckardt Heukamp in Lützerath und die zahlreichen Baumhäuser vor Ort sehen will, für den könnte es in dieser Woche schon die fast die letzte Gelegenheit sein. Denn schon bald könnte statt der Reste des Dorfs und des kleinen Waldes nur noch Schutt und Asche liegen, bevor der Tagebau alles verschlingt. Wer noch einmal diese spezielle Atmosphäre erleben will, kann den Ort besuchen und kommt dort mit Sicherheit auch mit dem einen oder anderen ins Gespräch.

Das gesamte Ausmaß des Tagebaus lässt sich im Ubrigen sehr gut von der Aussichtsplattform Jackerath begreifen.

Wegberg ist bekannt für seine Mühlen. Die 42 Kilometer lange Wegberger Mühlenroute verbindet die noch erhaltenen Mühlen miteinander. An der Schwalm stehen heute noch 14 Mühlen, welche die Geschichte der Stadt Wegberg nachhaltig geprägt haben. Die Route führt unter anderem an der charmanten Molzmühle, der Holtmühle mit ihrem sechs Meter großem Mühlrad, der Kornmühle Tüschenbroich mit ihrem Mühlenmuseum und der voll funktionsfähige Schrofmühle vorbei. Die Route kann komplett oder in Teilstücken bewandert oder bei trockenem und eisfreiem Wetter mit dem Fahrrad befahren werden. Startpunkt kann beispielsweise die Wegberger Mühle im Stadtzentrum sein.

Um eines kommt man im Erkelenzer Land auch nicht herum: ein Tagesausflug in den Naturpark Schwalm-Nette. Dieser erstreckt sich auf einer Fläche von 400 Quadratkilometern im deutsch-niederländischen Grenzgebiet und bietet verschiedene Wanderwege, die durch Wälder, Heideflächen, Moorlandschaften, an zahlreiche Seen und natürlich an den beiden Flüssen Schwalm und Nette vorbeiführen. Im Naturpark leben außerdem zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Mit etwas Glück lässt sich vielleicht sogar ein Eisvogel blicken.

Wer europäische Wildtiere in naturnaher Umgebung sehen will, sollte einen Besuch im Wildpark Gangelt planen. Das weitläufige Gelände lädt zum Spazieren und Beobachten ein. Im Winter hat der Park von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen 8,50 Euro, Kinder 4 Euro.