Wegberg: Ausflugsziel für Jung und Alt

Wegberg: Ausflugsziel für Jung und Alt

Eine Kapelle, ein Minigolfplatz, ein Restaurant, zwei Mühlen und ein Schloss mit Weiher warten auf die Besucher. Mittendrin liegt die mittelalterliche Motte. Die Tüschenbroicher Mühle ist ein ideales Ausflugsziel für die ganze Familie.

Mit seinem Schloss, dem Weiher, der zur Kahnpartie einlädt, einer Kapelle, einem Minigolfplatz, dem Restaurant und zwei Mühlen erfüllt die Tüschenbroicher Mühle die Voraussetzungen eines idealen Ausflugsziels für die ganze Familie.

So können die Kinder die mittelalterliche Motte, ein Verteidigungshügel inmitten des Schlossweihers, mit dem Boot umrunden oder sich bei einer Partie Minigolf austoben, während die Eltern auf der Terrasse des Restaurants mit der Aussicht auf den Weiher und der leichten, regionalen Küche mit mediterranem Einfluss den Alltagsstress vergessen.

Durch den Wald spazieren

Ein anschließender Spaziergang durch den Wald zur Ulrichskappelle rundet den typischen sonntäglichen Besuch an der Tüschenbroicher Mühle ab. Über den Ursprung der Kornmühle ist wenig bekannt. Vermutlich geht die Geschichte aber bis ins frühe Mittelalter zurück.

Am Neujahrstag des Jahres 1863 wurden die Türen der Kornmühle jedoch erstmalig als Schankwirtschaft geöffnet. Die Idee dazu entstand aus dem normalen Mühlenalltag: Während die Bauern darauf warteten, dass ihr Korn gemahlen wurde, vertrieben sie sich die Zeit mit ein, zwei oder drei Schnäpsen in der Mühle.

  • Wegberg : Die Mühle mit Charme

Mit steigender Beliebtheit als Ausflugsziel errichteten die damaligen Pächter nach und nach die Terrasse und den Bootsverleih. Bis ins Jahre 1940 lief der Mühlenbetrieb neben der Gastwirtschaft weiter. Die derzeitigen Besitzer des Geländes, Familie Krapoll, kann auf eine lange Geschichte des Familienbesitzes zurückblicken: Ihr Stammbaum lässt sich bis ins Jahr 1836 zurückverfolgen.

Jörg Krapoll, der die Leitung des Restaurants 2001 von seinem Vater übernommen hat, plant in Zukunft das Mühlrad mit Blick auf regenerative Energien in den Betriebsablauf zu integrieren. Schließlich sei die Mühle als Ursprung des Ganzen anzusehen. Am gegenüberliegenden Ufer liegt die Ölmühle. Ihre Geschichte geht bis ins 14. Jahrhundert zurück, wobei das heutige Mühlengebäude, eine dreiflügelige Fachwerkanlage, aus dem 18. Jahrhundert stammt. Von der alten Mühle sind der Kollergang und das Wasserrad erhalten.

In der Ölmühle wurde Öl aus Lein-Samen gewonnen. In der Blütezeit der Ölmüller, im 18. Jahrhundert, wurden täglich im Schnitt 15 000 Liter Öl produziert, was das "Schwalmöl" auf den Märkten in Köln und Antwerpen zum Marktführer machte.

Mit dem Rückgang des Flachsanbaus im neunzehnten Jahrhundert wurde auch die Ölproduktion rückläufig, was letztlich zur Stilllegung der Mühle 1912 führte. In einigen Wochen eröffnet der Glasbaukünstler Detlef Tanz ein Atelier in dem Mühlengebäude.

Alle Folgen der Mühlentour unter www.rp-online.de/erkelenz.

(RP)
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