Erkelenz: Arbeitsmarkt stagniert im Kreis Heinsberg

Erkelenz : Arbeitsmarkt stagniert im Kreis Heinsberg

Außer in Wegberg und Gangelt stieg im November die Arbeitslosenzahl in allen Kommunen des Kreises Heinsberg leicht an.

Der regionale Arbeitsmarkt ist in guter Verfassung, teilte gestern die Arbeitsagentur mit. Die Arbeitslosigkeit in Aachen und den Kreisen Heinsberg und Düren ging im November um 751 Personen zurück. Damit waren zum Monatsende regionweit 38.384 Menschen arbeitslos - "die seit 25 Jahren niedrigste Zahl in einem November".

Die Arbeitslosenquote fiel auf 6,7 Prozent und liegt damit um 0,3 Prozentpunkte unter dem Niveau des Vorjahres. Allerdings: Diesmal trug der Kreis Heinsberg nichts zu dieser positiven Entwicklung bei. In allen Kommunen - außer Wegberg (-21) und Gangelt (-13) - stieg im November die Zahl der Arbeitssuchenden, so dass kreisweit aktuell 7141 Menschen ohne Job gemeldet sind (+67).

Ein Makel in der wirtschaftlichen Entwicklung sollte darin allerdings nicht gesehen werden, schließlich verzeichnete der Kreis Heinsberg im Jahresvergleich die beste Entwicklung in der Region. Von November 2016 zu 2017 ging die Arbeitslosigkeit um 3,3 Prozent zurück (243 Personen) wohingegen es in der Städteregion Aachen nur 1,5 Prozent und im Kreis Düren 2,5 Prozent waren.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften in der Gesamtregion ist weiterhin hoch, teilte die Aachener Agentur mit. Im November verzeichnete sie ein Zugang von 2648 neuen Stellen für eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt. 1898 (71,7 Prozent) dieser Stellen waren für unbefristete Beschäftigungsverhältnisse. Die Zahl neuer Stellen lag damit um 14 (+0,5 Prozent) über dem Niveau des Vormonats und um 261 (+10,9 Prozent) über dem Vorjahresmonat. Im November waren insgesamt 10.127 Arbeitsstellen gemeldet. 83,3 Prozent der gemeldeten Stellenangebote (8437) betreffen unbefristete Beschäftigungsverhältnisse.

Vor dem Hintergrund dieser Zahlen erklärte Ulrich Käser, Leiter der Arbeitsagentur in Aachen: "Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt hält weiter an. Die Nachfrage nach Arbeitskräften insgesamt liegt mit einem Plus von gut 11 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Hier beobachten wir die saisontypischen Entwicklungen in Bezug auf Witterungseinflüsse und dem Beginn des Weihnachtsgeschäftes. Deutlich wird dies durch einen Rückgang neu gemeldeter Stellen in witterungsabhängigen Außenberufen sowie eine Zunahme im Einzelhandel."

(spe)
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