Kreis Heinsberg: Anzahl der Insolvenzanträge von Firmen steigt im ersten Halbjahr

Kreis Heinsberg : Anzahl der Insolvenzanträge von Firmen steigt im ersten Halbjahr

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden bei den Amtsgerichten im Kreis Heinsberg 238 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Wie das Statistische Landesamt gestern mitteilte, waren das 5,2 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Damals waren es 251 Fälle. Landesweit wurden 16 515 Anträge gestellt, was einem Minus von 7,8 Prozent entspricht. Die von den Gläubigern angemeldeten voraussichtlichen Forderungen liegen in NRW im ersten Halbjahr bei 3,3 Milliarden Euro.

Unterschiedlich verteilten sich die Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens im Kreis Heinsberg. Auf Erkelenz entfielen 33, von denen zwölf Unternehmen und 19 Verbraucher betrafen. In Hückelhoven waren es 55 Anträge, von denen 40 auf Verbraucher entfielen, in Heinsberg waren es 50. Davon wurden 38 von Verbrauchern gestellt. 19 Anträge stammten aus Wassenberg und 22 aus Wegberg. Auch in diesen Städten überwog der Anteil der beantragten Verbraucherinsolvenzen.

Während in vielen Kommunen des Kreises Heinsberg im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die Anzahl der beantragten Insolvenzeröffnungen zurückging, stiegen die Zahlen in Heinsberg von 41 auf 50 und in Übach-Palenberg von 25 auf 35 sowie auf niedrigerem Niveau in Wassenberg von 17 auf 19 und in Wegberg von 18 auf 22.

Anders als landesweit schnitt der Kreis Heinsberg bei den Anträgen auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens von Firmen ab. In Nordrhein-Westfalen ging die Anzahl um 15,9 Prozent zurück, jedoch stieg sie im Kreisgebiet um 18,8 Prozent auf 57 Anträge. Bei der Verbraucherinsolvenzen ist die Entwicklung in NRW ähnlich wie im Kreis Heinsberg, teilte das Statistische Landesamt gestern in seinen Statistiken mit.

(spe)
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