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Anträge ab 15. Juli möglich: Finanzhilfen für Brauchtumsvereine im Erkelenzer Land

Antragstellung ab 15. Juli möglich : Finanzhilfen für Brauchtumsvereine im Erkelenzer Land

Das Hilfsprogramm des Landes NRW ist mit insgesamt 28 Millionen Euro ausgestattet. Anträge von Brauchtums- und Heimatvereinen sind ab dem 15. Juli möglich. Viele haben bereits Interesse bekundet.

(hec) Trotz der zunehmenden Lockerungen der Corona-Beschränkungen fallen zurzeit und in den nächsten Monaten noch zahlreiche Veranstaltungen und damit auch Erlöse für Vereine weg. Deshalb sind viele Karnevalsgesellschaften, Schützenbruderschaften und weitere Vereine, die das Brauchtum fördern, dringend auf Unterstützung angewiesen. Ende April hatte die nordrhein-westfälische Regierungskoalition Hilfen für Brauchtums-, Traditions- und Heimatvereine beschlossen. Ab dem 15. Juli ist das Programm, das mit insgesamt 28 Millionen Euro ausgestattet wurde, startklar.

Brauchtums-, Traditions- und Heimatvereine können ab dem 15. Juli Anträge auf Hilfen stellen. Mit den Landeszuschüssen können Vereine, denen coronabedingt Erlöse aus Veranstaltungen, Eintrittsgeldern oder Vermietung fehlen und die durch die laufenden Kosten in ihrer Existenz gefährdet sind, bis zu 15.000 Euro als einmaligen Zuschuss erhalten. Der FDP-Landtagsabgeordnete Stefan Lenzen aus Heinsberg berichtet, dass bereits viele Vereine und Gesellschaften nachgefragt hätten. „Ich bin sehr froh, dass wir beschlossen haben, nun den Menschen, die sich ehrenamtlich im Brauchtum, in der Nachbarschaftshilfe und an vielen weiteren Stellen für andere einsetzen, mit 28 Millionen Euro unter die Arme zu greifen“, sagt er. Viele dieser Gruppen seien in besonderer Weise von den Einschränkungen betroffen. Sie bräuchten dringend Hilfe, damit sie die Corona-Krise überstehen und auch in Zukunft für den Zusammenhalt und die Gemeinschaft eintreten können.

Landtagsabgeordneter Stefan Lenzen weist auch darauf hin, dass im Rahmen des Heimatförderprogramms, das Projekte von Kommunen, Vereinen, Initiativen und Privatpersonen fördert, die Heimat erlebbar machen, für dieses Jahr nicht wie berichtet 150.000 Euro, sondern bis 2022 insgesamt 150 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach hatte zuletzt einige Male das „Heimatzeugnis“ als Förderung für größere Projekte persönlich überbracht, so in Haus Hohenbusch in Erkelenz und in Haus Wildenrath in Wegberg.