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Kreis Heinsberg: Altenheim: Angebot bereichert

Kreis Heinsberg : Altenheim: Angebot bereichert

In Gangelt ist ein Altenheim speziell für Menschen mit Behinderung eröffnet worden. Im Kreis Heinsberg sei das dringend benötigt worden, sagten die Festredner. Denn Menschen mit Behinderung werden im Schnitt immer älter.

Der Kreis Heinsberg ist mit der Erweiterung des Katharina-Kasper-Wohn- und Pflegeheims um ein Angebot in der Altenpflege reicher. Es bietet Menschen mit Behinderung eine Versorgung im Alter. Es wurden 60 Plätze geschaffen. Pflege und ein heilpädagogisches Konzept wollen die neuen Stationen des Heims der Gangelter Einrichtungen miteinander verbinden. Jüngst wurde die Erweiterung offiziell eröffnet.

"Hier findet das Leben statt", sagt Helga Saß, Pflegedienstleiterin im Katharina-Kasper-Wohn- und Pflegeheim, bei einer Führung durch die neuen Räume. "Hier", das ist in diesem Fall ein weitläufiger Raum auf der komplett sanierten ersten Etage des Heims. Ein großer Fernseher hängt an der Wand. An den Tischen und Stühlen sitzen einige Bewohner und gehen ihren Tätigkeiten nach. Manche haben Kuscheltiere im Arm, eine andere hat es sich auf dem Boden des Entspannungsraums gemütlich gemacht. Insgesamt 60 Plätze (40 Einzel- und zehn Doppelzimmer) bieten die grundsanierten Etagen eins und drei. Hinzu kommen zwei Terrassen, Verwaltungs- und Sozialräume. Untergebracht sind sie im ältesten Teil der Gesamteinrichtung. In den hellen, in gedeckten Erdfarben und dezentem Gelb gefassten Räumen wurden manche ungewöhnlichen architektonischen Elemente wie kleine Torbögen erhalten.

  • Heidrun Schößler leitet das Kreisgesundheitsamt. ⇥Foto:
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Zusätzlich zur gängigen Pflege in Heimen möchte das Altenpflegeheim pädagogische und heilpädagogische Angebote machen, die speziell auf die Bedürfnisse der Bewohner abgestimmt sind. Sie profitieren von der Infrastruktur der Gesamteinrichtung wie von der psychiatrischen Institutsambulanz, der Physiotherapie, der Reittherapie sowie der medizinischen Betreuung durch eine Internistenpraxis.

Angebot wird dringend benötigt

Das Seniorenheim für Menschen mit Behinderung ist ein Angebot, das nötig ist und immer dringender gebraucht wird, fanden die Festredner bei der offiziellen Eröffnung. Die Lebenserwartung von Menschen mit Behinderung gleiche sich immer mehr dem Durchschnitt von Nichtbehinderten an, sagte Dieter Erfurth, Geschäftsführer der Maria Hilf NRW gGmbH, zu der die Gangelter Einrichtungen gehören. "Wir sind stolz auf das Erreichte. Hier ist etwas Richtungweisendes entstanden", betonte Erfurth. Josef Aretz, Einrichtungsleiter des Heimes, sieht mit der Anpassung der Stationen an die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung einen Schritt zur Inklusion getan — der selbstverständlichen und gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben: "Kein Mensch ist perfekt. Wir müssen also aufhören, Behinderungen als Defizit anzusehen. Wir müssen es als Element der menschlichen Unterschiedlichkeit oder Vielfalt begreifen."

(prei)