Aachen, Heinsberg, Düren und Euskirchen starten Kulturprojekt für Kinder und Jugendliche: Höhepunkt 2020

Kreis Heinsberg für die Musik zuständig : Projektstart: Jugend in der Kultur vernetzen

Ein einmaliges Projekt der Regionen Aachen, Heinsberg, Düren und Euskirchen möchte junge Menschen an Kunst heranführen.

Unter dem Titel „Junges Kulturfestival RAMPENFIEBER“ ist in Aachen der Startschuss für ein neues und in Nordrhein-Westfalen einzigartiges Festivalformat gefallen, das die junge Generation regional künstlerisch vernetzt. Die Kreis Heinsberg besetzt darin den musikalischen Part.

Unter dem Motto „Homestories – Heimat, Sehnsucht, Individualität“ soll die erste Festivalreihe die Lebensräume und -wirklichkeiten der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen abbilden. Das Festival wird an verschiedenen Orten in der Region stattfinden, aber auch Partnerschulen aus Belgien und den Niederlanden einbinden. Jede Gebietskörperschaft agiert dabei als Experte für eine Kultursparte und bekommt auf diese Weise einen eigenen „Festivalbaustein“ mit Alleinstellungsmerkmal. Während Heinsberg für die Musik steht, sind es der Tanz in Düren, die bildende Kunst in Euskirchen und das Theater in Aachen.

Auf Einladung des Region Aachen Zweckverbands fanden bereits 2017 erste Planungsrunden mit den Projektpartnern Stadt Aachen, StädteRegion Aachen, den Kreisen Düren, Heinsberg und Euskirchen sowie „AKuT“ statt. Die Idee zur Vernetzung mit dem Ziel, eine Arbeitsstruktur für ein gemeinsames Festival für Kinder- und Jugendkultur zu initiieren, stieß bei allen Beteiligten auf große Zustimmung. 2018 wurden die Arbeitsstrukturen aufgebaut. Nun geht es in die praktische Umsetzung. Die Kosten für das Festival liegen bei 190.000 Euro. Finanziert wird es zur Hälfte aus Fördermitteln der regionalen Kulturpolitik des Kulturministeriums NRW. Die Projektpartner, Förderer und Sponsoren übernehmen den Rest.

Die Zuordnung der Sparten zu den einzelnen Gebietskörperschaften ist dabei kein Zufallsprodukt, erklären die Organisatoren zum Projektstart in einer Pressemitteilung, „sondern beruht auf bereits bestehenden Expertisen: In Aachen und der Städteregion Aachen fanden 20 Jahre lang erfolgreich Schultheatertage statt.

Im Kreis Düren macht man sich seit einigen Jahren in Sachen „Tanz“ stark. Der Kreis Euskirchen hat mit Vogelsang IP ein besonderes Zentrum im Bereich kulturelle Bildung und Bildende Kunst/Film/Fotografie. Und im Kreis Heinsberg gibt es seit vielen Jahren ein spektakuläres Gitarrenfestival und breit aufgestellte Aktivitäten der musischen Bildung.“ Das Projekt werde im Kreis Heinsberg auf fruchtbaren Boden fallen und deshalb erfolgreich werden, verspricht Franz-Josef Dahlmanns, der Kultur- und Bildungsdezernent des Kreises Heinsberg und Leiter der der Kreisvolkshochschule.

Die überregionale Spartenzuordnung hat den zusätzlichen Effekt, so hoffen die Organisatoren, „dass sich die jungen Akteure, aber auch Zuschauer, innerhalb der Region bewegen und ihren Aktionsradius erweitern“. Außerdem sollen sich die Schüler auf diesem Weg neue Zugänge zu kulturellen Einrichtungen, aber auch zu bislang weniger beachteten Kultursparten erschließen. „Im Zentrum steht die Begegnung der Kinder und Jugendlichen. Es geht uns um das Miteinander“, erklärt Jutta Kröhnert, die künstlerische Projektleitung vom Verein „AkuT“.

Erste Infoveranstaltungen für die Schulen in den vier Kreisen finden noch vor den Sommerferien statt. Ein Infoflyer wird dazu ab Monatsende vorliegen. Nach den Ferien starten die ersten Workshops für Schüler, Lehrer und Ateliers, bei denen sich die Akteure begegnen, austauschen und zusammen Dinge erarbeiten. Die Ergebnisse werden 2020 präsentiert. Ein Highlight soll der Abschluss des Festivals im Depot in Aachen werden.

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