Arbeitsagentur legt Zahlen für Juni vor 8313 Menschen im Kreis Heinsberg sind ohne Arbeit

Kreis Heinsberg · Wirtschaftliche Unsicherheiten nehmen weiter Einfluss auf den regionalen Arbeitsmarkt – so kommentiert die Agentur für Arbeit die Zahlen für den Monat Juni. Die erhoffte Frühjahrsbelebung ist ausgeblieben.

Die Arbeitsagentur Aachen-Düren hat die Juni-Zahlen vorgelegt.

Die Arbeitsagentur Aachen-Düren hat die Juni-Zahlen vorgelegt.

Foto: Angelika Hahn

Mehr Menschen im Kreis Heinsberg ohne Arbeit. Das geht aus dem Arbeitsmarktbericht hervor, den die Agentur für Arbeit Aachen-Düren für den Monat Juni vorgelegt hat.

Die Arbeitslosenquote im Kreis Heinsberg liegt nun bei 5,9 Prozent (+0,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat; +0,5 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr). Es sind 8313 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (+184 oder +2,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat). Weiter heißt es: Im Juni erhöht sich die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung auf 3260 Personen. Gegenüber dem Vormonat sind damit 132 Personen (+4,2 Prozent) mehr arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöht sich die Zahl arbeitsloser Menschen um 424 Personen (+15,0 Prozent).

In der Grundsicherung (Jobcenter Kreis Heinsberg) erhöht sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen im Vergleich zum Vormonat um 52 auf 5053 Personen (+1,0 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöht sich die Arbeitslosigkeit um 9,6 Prozent. 444 Personen sind gegenüber Juni 2023 mehr arbeitslos gemeldet.

„Die wirtschaftlichen Unsicherheiten nehmen weiterhin Einfluss auf unseren regionalen Arbeitsmarkt. Nachdem die erhoffte Frühjahrsbelebung ausgeblieben ist, erhöht sich die Arbeitslosigkeit kontinuierlich seit Jahresbeginn. Hinzu kommt, dass in den vergangenen zehn Jahren noch nie so wenig neue Arbeitsstellen durch Unternehmen gemeldet wurden, wenn man den Monat April 2020 zu Beginn der Corona-Krise außer Acht lässt. Dies lässt uns sorgenvoll in die Zukunft blicken“, so Ulrich Käser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Aachen-Düren. „Die aktuellen Zahlen verdeutlichen die schwierige Lage, in der sich viele Unternehmen und Beschäftigte momentan befinden. Investitionen in Maßnahmen, die zur Stabilisierung der Arbeitsmarktlage beitragen, haben höchste Priorität. Es ist eine gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten erforderlich, um diese Herausforderung zu bewältigen und die Arbeitsmarktbedingungen zu verbessern. Dass eine kurzfristige Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt eintritt, ist derzeit unrealistisch. Auch in den nächsten Monaten ist ein moderater Anstieg der Arbeitslosigkeit zu erwarten“, ergänzt er.

Die Zahlen der Städte und Gemeinden: Erkelenz: 1189 (Mai 2024: 1181, Juni 2023: 1045), Gangelt: 282 (Mai 2024: 275, Juni 2023: 279), Geilenkirchen: 1050 (Mai 2024: 1022, Juni 2023: 900), Heinsberg: 1405 (Mai 2024: 1370, Juni 2023: 1315), Hückelhoven: 1591 (Mai 2024: 1557, Juni 2023: 1501), Selfkant: 213 (Mai 2024: 207, Juni 2023: 183), Übach-Palenberg: 1042 (Mai 2024: 1017, Juni 2023: 846), Waldfeucht: 206 (Mai 2024: 188, Juni 2023: 182), Wassenberg: 588 (Mai 2024: 576, Juni 2023: 580), Wegberg: 747 (Mai 2024: 736, Juni 2023: 614).

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