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650 Schüler besuchen Gesundheitsberufemesse in Oberbruch

Berufsmesse in Oberbruch : Gesundheitsbranche mit besten Chancen

650 Schüler von 15 allgemeinbildenden Schulen aus dem Kreis Heinsberg besuchten die Gesundheitsberufsmesse in der Festhalle Oberbruch. Mehr als 30 Unternehmen, Pflegeeinrichtungen und Hochschulen machten mit.

Die Heinsberger Gesundheitsberufsmesse ist nach ihrer Premiere im vergangenen Jahr erneut auf großes Interesse gestoßen. Gina Gehr und Lea Blazic von Automobile Sodermanns beispielsweise informierten an ihrem Stand über die Möglichkeiten, Fahrzeuge für den Alltag behindertengerecht auszurüsten. Stefan Schulz von der Unternehmensgruppe World of Fitness erklärte den Schülern den Weg in den Beruf des Sport- und Fitnesskaufmanns und verblüffte mit der Aussage, dass der Gesundheits- und Fitnessbereich auch aufgrund des demografischen Wandels zurzeit einer der entwicklungsfähigsten Branchen überhaupt mit durchaus guten Berufschancen und Verdienstmöglichkeiten ist.

Die Schüler konnten die Berufsfelder in dem Parcours mit mehr als 30 Unternehmen, Pflegeeinrichtungen und Hochschulen aus der lokalen Gesundheitswirtschaft durch praktische und berufsspezifische Tätigkeiten näher kennenlernen. Ein Alterssimulationsanzug machte die typischen Einschränkungen älterer Menschen auch für Jüngere erlebbar. „Die Schüler werden mit Fragen und kleineren Aufgaben an die Messestände geführt und erproben ihr Geschick im Umgang mit einem Rollstuhl, prüfen die Leistungsfähigkeit ihrer Augen und Ohren und lassen ihre Beweglichkeit und Kraft von Gesundheitssportlern messen“, erklärte Elke Breidenbach, Leiterin Wirtschafts- und Strukturentwicklung bei der Region Aachen. Die Teilnahme an den Praxisstationen wurde den Schülern der Jahrgangsstufe 8 als Berufsfelderkundung und der Stufen 9 und 10 als eintägiges Schnupperpraktikum anerkannt.

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Die Gesundheitsberufemesse ist eine gemeinsame Veranstaltung der Region Aachen, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, des Jobcenters und Gesundheitsamts des Kreises Heinsberg sowie der Agentur für Arbeit Aachen-Düren. Sie findet jeweils einmal jährlich in Aachen, Euskirchen und Heinsberg statt.

 Stefan Schulz von World of Fitness sagte, dass der Gesundheits- und Fitnessbereich auch aufgrund des demografischen Wandels einer der entwicklungsfähigsten Branchen überhaupt ist.
Stefan Schulz von World of Fitness sagte, dass der Gesundheits- und Fitnessbereich auch aufgrund des demografischen Wandels einer der entwicklungsfähigsten Branchen überhaupt ist. Foto: Michael Heckers

Begleitet wurde die Messe von einem umfangreichen Seminarprogramm. „Die Gesundheitsberufemesse zeigt, dass es äußerst viele Aubildungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten gibt, auch für Quereinsteiger und Kandidaten ohne Abitur. Es gibt nicht nur den Arzt und den Sanitäter“, erklärte Heidrun Schößler, Leiterin des Gesundheitsamtes des Kreises Heinsberg, beim Rundgang. Die Seminare „Wege in die Pflege“ und „Karrieren in der Gesundheitswirtschaft“ stützten diese Aussage. Gerd Schotes von der Pflegeschule des Hermann-Josef-Krankenhauses Erkelenz stellte die pflegerischen Ausbildungsberufe vor, Pflegedienstleiterin Inna Pinchuchenko vom Haus Lebensflüsse im Selfkant berichtete von ihrem beruflichen Werdegang. Beide erklärten, dass neben der fachlichen Qualifikation für Gesundheits- und Pflegeberufe auch Lebenserfahrung und Menschenkenntnis eine wichtige Rolle im Umgang mit Patienten spielen.

Sozialdezernentin Daniela Ritzerfeld erklärte, dass der Bereich der Gesundheitsberufe vor allem vor dem Hintergrund der alternden Gesellschaft auf viele neue Kräfte angewiesen sei. Christian R. Trox vom Jobcenter im Kreis Heinsberg sagte, es sei wichtig, den jungen Leuten die vielfältigen Möglichkeiten im Bereich der Gesundheitsberufe aufzuzeigen. Besonders beliebt war in diesem Jahr das Seminar „Neue Ausbildung zum Notfallsanitäter“, das von knapp 170 Schülern besucht wurde.

Die Lebensretter vom Rettungsdienst des Kreises Heinsberg beschrieben Einzelheiten zu ihrer täglichen Arbeit, aber auch zu Anforderungen, Inhalt und Ablauf der Ausbildung. Ein Rettungswagen mit medizinschen Geräten wie Defibrillator, der mit Stromstößen die Herztätigkeit wieder herstellt, unterschiedlichen Medikamenten, Infusionen, Messgeräten und weiteren Instrumenten veranschaulichte die verantwortungsvolle Arbeit eines Notfallsanitäters, der die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes überbrücken muss.