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Zwei Weltkriegsbomben in Krefeld-Bockum gesprengt

A57 kurzfristig gesperrt : Zwei Weltkriegsbomben in Krefeld-Bockum erfolgreich gesprengt

Im Krefelder Stadtteil Bockum sind zwei Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Die Autobahn 57 wurde kurzfristig in beide Fahrtrichtungen gesperrt.

Erstmals sind in Krefeld gleich zwei Weltkriegsbomben entdeckt worden, die nicht entschärft werden konnten, sondern gesprengt werden mussten. Die Bomben sind bei Bauarbeiten auf dem früheren Kasernengelände zwischen der der Emil-Schäfer-Straße und der Bethelstraße gefunden worden; es handelte sich um zwei Fünf-Zentner-Weltkriegsbomben aus den USA und Großbritannien. Die Sprengung erfolgte problemlos um 20.42 Uhr, Schäden gab es nicht. Die Einsatzzentrale der Feuerwehr war linker Hand auf dem Parklatz vom Bockumer Badezentrum – dort hat man von der Sprengung nichts gehört und gespürt. Für die Dauer der Sprengprozedur wurde am Abend die A57 für eine dreiviertel Stunde komplett gesperrt.

355 Anwohner im Umkreis von 300 Metern rund um die Bomben wurden evakuiert; der Verkehr wurde rund 500 Meter um den Fundort gesperrt. Rund 30 Menschen warteten in einer Betreuungsstelle des Roten Kreuzes in Bockum die Freigabe ihrer Wohnungen ab.

Die Evakuierung war gegen 18.30 Uhr abgeschlossen, danach bereitet der Kampfmittelbeseitigungsdienst die Bomben zur Sprengung vor. Sie wurden mit 60 Kubikmeter Sand und Wasserbehältern gesichert. Erst als dies geschehen war, begann die Polizei mit der Sperrung der A57, um die Autobahn so lange wie möglich offen zu halten. Die Prozedur zur Sperrung selbst dauerte etwa eine halbe Stunde – danach bekam der Kampfmittelräumdienst die Freigabe zur Sprengung. Während der Sperrung floss viel Verkehr von der Autobahn über Uerdinger und Schütenhofstraße ab – die Belastung hielt sich aber in Grenzen.

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Die Straßenbahnlinie 042 der Stadtwerke stellten ihren Betrieb zwischen Bockumer Platz und Elfrath in beiden Fahrtrichtungen ein. Das Badezentrum Bockum und der Friedhof Bockum schlossen früher.

Die Feuerwehr war mit 55 Mann im Einsatz, dazu kamen Rettungskräfte, Krankenwagen, das THW, der Malteser Hilfsdienst und die Johanniter-Unfall-Hilfe. Das Transportunternehmen Jochems – eine Tochter der EGN – lieferten Sand zur Sicherung der Bomben.

Unmittelbar nach der Sprengung wurden alle Sperrungen aufgehoben; die Feuerwehr erkläre den Einsatz um 20.57 Uhr für beendet.

(sti/vo)