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Zwei Kitas am Kaiser-Wilhelm-Park

Kitas im Krefelder Westbezirk : Kita-Pläne für den Kaiser-Wilhelm-Park

Sind zwei neue Kindertageseinrichtungen in einem geringen Abstand sinnvoll? Über diese Frage diskutierte die Bezirksvertretung West.

Gleich zwei neue Kitas könnten am Kaiser-Wilhelm Park entstehen. Einigkeit besteht zwischen Politik und Verwaltung, dass, wie berichtet, auf dem Areal am Neuer Weg, das derzeit noch als Betriebshof für den Fachbereich Grünflächen dient, eine Kindertageseinrichtung gebaut werden soll. Die Verwaltung hat jetzt den Vorschlag gemacht, eine weitere Kita auf dem ehemaligen Kleinewefers-Gelände zu einzuplanen. Dort soll Wohnbebauung entstehen.

Eine von zwei präsentierten B-Plan-Varianten sieht vor, etwa gegenüber des Nordbahnhofs jenseits der Schluff-Gleise eine Kita zu errichten. Der Bedarf sei da, sagte Norbert Hudde vom städtischen Planungsamt in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung West. Eine Kita solle in städtischer Trägerschaft sein, für die zweite ein anderer Betreiber gefunden werden. Die Bezirksvertreter allerdings bezweifelten, ob zwei Kitas so dicht beieinander den wirklichen Bedarf im Westbezirk treffen. Axel Heimendahl (Grüne) gab zu bedenken, dass viele Wohngebiete im Westbezirk weit von den geplanten Standorten entfernt seien. Es müsse genau geschaut werden, wo der Bedarf denn tatsächlich sei. Heinz-Albert Schmitz (CDU) favorisierte eine Lösung, bei der dieser Zipfel an den Gleisen dem Kaiser-Wilhelm-Park zugeschlagen werden würde und forderte die Aufforstung des Bereichs.

Diese Idee war im Bürger-Workshop zum Kaiser-Wilhelm-Park entwickelt worden. Hans-Josef Ruhland (CDU) rechnete vor, dass mit den avisierten Kita-Neubauten insgesamt mehr als 480 Plätze entstehen würden, der Bedarf aber nur bei rund 200 liege. Allgemein wurde kritisiert, dass der Kita-Standort nur schwer zu erreichen sein würde und erhebliche Elterntaxi-Verkehre in dem Neubaugebiet auslösen könnte.