Krefeld: ZTV - im Auftrag des Bundes unterwegs

Krefeld: ZTV - im Auftrag des Bundes unterwegs

Die Krefelder Zustell-, Transport- und Vertriebsgesellschaft (ztv) ist stolz auf diese Referenz. Im Auftrag des Bundes - genauer der Stiftung Lesen - versorgen die Experten von der Kimplerstraße alle deutschen Erstaufnahmeeinrichtungen mit Material für das Programm "Lesestart für Flüchtlingskinder". In dieser Woche gehen die ersten von 60.000 gepackten Baumwolltaschen auf die Reise.

Für die erste Aktion steht alles bereit. Für die zweite sind die Materialien - 7000 Jugendbücher, 2000 Gesellschaftsspiele und 200 Kunststoffboxen mit Deckel - noch gar nicht in der Logistikhalle der Zustell-, Transport- und Vertriebsgesellschaft mbH & Co KG (ztv) angekommen. Die Krefelder Experten an der Kimplerstraße haben sich in der bundesweiten Ausschreibung der Stiftung lesen durchgesetzt, um das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte Programm "Lesestart für Flüchtlingskinder" Startersets sowie Lese- und Medienboxen zu konfektionieren.

Die Krefelder Zustell-, Transport- und Vertriebsgesellschaft konfektioniert in ihrer Halle in Fischeln. Foto: Lammertz Thomas

In dieser Woche gehen die ersten Kartons auf die Reise. 60.000 Baumwolltaschen haben die Mitarbeiter mit dem Buch "Herzlich willkommen - Mein erstes Bilderwörterbuch" sowie einem Info-Flyer gefüllt und in 2400 Pappkisten gepackt. Ein Mitarbeiter habe in der Stunde rund 250 Beutel befüllt, informierte Teamleiter Robert Fiorino. Die zweite Aussendung an die insgesamt rund 200 Adressaten erfolge im Sommer, berichtete Marcel Kreckler. Der stellvertretende Vertriebsleiter bei ztv ist der Ansprechpartner für die bundeseigene Stiftung mit Sitz in Mainz. Er ist gerade von einem Besuch dort zurück. "Es ist immer von Vorteil, sich mit dem Kunden direkt zu unterhalten und ihn über den Stand der Vorbereitung zu informieren", sagte er. Ztv habe bereits einschlägige Erfahrungen gesammelt, so dass das Krefelder Unternehmen auch die Nachfolgeaktion betreuen dürfe. Im Mai 2016 habe ztv die Ausschreibung für das bundesweite Programm "Lesestart für Flüchtlingskinder" zu ersten Mal gewonnen und die Aktionen der Kampagne in 2016 und 2017 erfolgreich abgeschlossen. Aus diesen gewonnen Erkenntnissen heraus habe ztv-Logistik sich mit Ihren Leistungen aus ihren Geschäftsfeldern Aktionslogistik und Fulfillment für weitere Kampagnen qualifiziert, erklärte Vertriebsleiter Thomas Kersting. Für dieses Jahr übernehme ztv im Frühjahr erstmals auch für die Stiftung die Lese- und Medienboxen. Sie beinhalten 35 verschiedenen Jugendbücher - Kinderliteratur, Wissensbücher und auch Kinderliederbücher mit CD - und zehn Spiele wie Memory oder Puzzle. Die Lese- und Medienboxen ermöglichen Kindern unterschiedlichen Alters und deren Eltern den Zugang zu sprachfördernden Lese- und Spielmedien. So können auch ältere Geschwisterkinder mit eingebunden werden. Zielgruppe sind die Jungen und Mädchen bis zu einem Alter von zwölf Jahren. Die Bücher werden voraussichtlich im kommenden Monat von zwei Verlagen nach Krefeld geliefert. Im April sollen die Medienboxen fertig verpackt, mit Logo und Etikett versehen in die Aufnahmestellen für Flüchtlinge verschickt werden.

Muhammad Ali packt die Kartons mit den Startersets der Stiftung Lesen. Foto: Lammertz Thomas

Ztv gehört zur Unternehmengruppe Keppel, die einen zweiten Standort an der Westpreußenstraße unterhält. Das ursprünglich als Zeitungsgroßhändler tätige Familienunternehmen setzt inzwischen vermehrt auf Fullfilmentservice. In der 2015 bezogenen neuen Halle an der Kimplerstraße in Fischeln ist ztv im Auftrag namhafter Kunden wie West-Lotto, Woodward (Schaltschränke) und Vanguard (Fotozubehör) aktiv. Von dort aus wird auch das Geschäft für die Webshops der Unternehmen Sander aus Meerbusch und Detector aus Köln betrieben. Die Firmen aus der Fashion-Branche bieten Tischwäsche und fair gehandelte Bio-Mode für die Skater-Szene.

60.000 Bücher "Herzlich willkommen - Mein erstes Bilderwörterbuch" wurden verpackt. Foto: Lammertz Thomas

Der gesunde Unternehmensverbund beschäftigt rund 210 Mitarbeiter. Die Kapazitäten seien nahezu ausgeschöpft, berichtete Kersting. Expansionsbestrebungen schloss er nicht aus. "Entsprechende strategische Überlegungen gibt es immer."

(sti)