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Zoofreunde Krefeld feiern Jubiläum

50 Jahre Zooförderer Krefeld : Jubiläumsfeier der Zoofreunde

Die Zooförderer feierten am Mittwochabend mit zahlreichen Gästen aus Politik und Verwaltung am Grotenburgschlösschen ihr 50-jähriges Bestehen. Für jede Abteilung erhielten die Zoo-Mitarbeiter Geschenke.

„Ohne die Zoofreunde wäre der Krefelder Zoo noch heute ein Meerschweinchen-Zoo.“ Diese Aussage des ehemaligen Zoodirektors Walter Encke ist inzwischen legendär. Bei den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum der engagierten Förderer und Mitgesellschafter der gemeinnützigen Zoo GmbH  am Mittwoch erinnerte Zoodirektor Wolfgang Dreßen an den kernigen Ausspruch seines Vorgängers. Encke konnte aus gesundheitlichen Gründen an diesem Abend nicht zum Grotenburgschlösschen kommen.

Rückblick: Am 10. August 1972 war es amtlich, der Verein „Zoofreunde Krefeld“ wurde in das Vereinsregister der Stadt Krefeld eingetragen. Freunde nannten sich die Vereinsgründer nicht ohne Grund, denn es war tatsächlich ein Freundeskreis von sieben Personen, der sich entschloss, Walter Encke in seinen Bemühungen, den Zoo moderner zu gestalten, zu unterstützen.

Inzwischen ist die Zahl der „Freunde“ beachtlich und macht den größten Sportvereinen der Stadt Konkurrenz.  Weit über 6000 Mitglieder zählt der Verein, der seit 2008 von Friedrich R. Berlemann angeführt wird. Auf den Freundschaftsgedanken ging auch Oberbürgermeister Frank Meyer in seiner Rede ein und sagte an die Adresse der Jubilare: „Die Freundschaft, die Sie zum Zoo empfinden, ist emotional absolut erklärbar, aber sie ist auch noch mehr als eine Freundschaft, mehr als ein bloßes Zusammengehörigkeitsgefühl. Die Zoofreunde Krefeld sind auch die wichtigsten Unterstützerinnen und Unterstützer des Zoos – sie haben sogar ganz bewusst als Gesellschafter eine notariell verbriefte Mitverantwortung für das Unternehmen Zoo übernommen und erfüllen diese Verantwortung Hand in Hand mit der Stadt.“

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So habe es dank der Zoofreunde seit 2009 fast jährlich eine neue Attraktion im Krefelder Zoo gegeben, und schon davor hätten die großen Tropenhäuser nicht ohne die Stiftung an die Zoofreunde von Unternehmer Walter Gehlen gebaut werden können. „Wer heute vor der Afrika-Savanne, am Pinguin-Pool, vor dem Gorillagarten, an der Pelikan-Lagune, vor der Erdmännchen-Lodge oder im Schmetterlings-Dschungel steht, der hat dieses Erlebnis maßgeblich den Zoofreunden zu verdanken. Dass der Zoo dadurch massiv an Attraktivität gewinnt, lässt sich nicht nur an den stark gestiegenen Besucherzahlen ablesen, sondern auch an der Wahrnehmung weit über die Stadtgrenzen hinaus“, erklärte Meyer, betonte aber auch, dass es bei allen Bemühungen nicht nur um Vielfalt, sondern immer auch um Bildung, Natur- und Artenschutz gehe.

Friedrich R. Berlemann bedankte sich für die engagierte Arbeit der Zoomitarbeiter und überreichte Geschenke. Zuvor hatten die Zoomitarbeiter ihre Wünsche auf einer Liste festgehalten.  Der Vorsitzende sagte: „Die Zoofreunde beschenken an ihrem Geburtstag jede Abteilung im Zoo“. Und machten damit sozusagen ein Geschenk an sich selbst.

Unter den rund 130 Gästen befand sich auch Prominenz aus Verwaltung  und Politik wie die CDU-Landtagsabgeordneten Marc Blondin und Britta Oellers oder Heidi Matthias (Grüne) als Vorsitzende des Zoo-Aufsichtsrates. In einem Gespräch auf der Bühne benannte Meyer auch noch seine Lieblingstiere und sagte: „Jeder hat eine kleine Zoogeschichte, an die er sich gern erinnert. Bei mir sind die schönsten Erinnerungen die Erdmännchen in ihrer schönen, modernen Anlage.“

Die Mitarbeiter der bei Zoobesuchern äußerst beliebten Zoolotterie, die ein wichtiges Standbein des Fördervereins ist, berichteten den Gästen, dass sie seit 1989 bereits über eine Million Euro Gewinn erwirtschaftet hätten, den der Verein in neue Projekte investiere.

Bruno Hensel, Präsident des Vereins „Gemeinschaft der Zooförderer“, lobte die Krefelder Kollegen und sagte: „Eine solch enge Kooperation zwischen Zoo und Verein ist selten und sehr schön zu sehen“. Über die Bedeutung von Zoos für den Artenschutz sprach Dag Encke, Zoodirektor von Nürnberg und Sohn von Walter Encke.

Zum Abschluss der Feierlichkeiten deckten die Zoofreunde ein neues Bauschild auf. Es weist auf die Anlage „Känguru-Outback“ hin, das aktuelle Projekt des Vereins. Auf rund 4000 Quadratmeter Fläche werden australische Beuteltierarten zu sehen sein. Der Baustart sei zeitnah, so Berlemann.

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