Zoo Krefeld: Riesenresonanz - 600 Zoo-Paten besuchen ihre Tiere

Zoo Krefeld : Riesenresonanz: 600 Zoo-Paten besuchen „ihre“ Tiere

Zum Patentag im Krefelder Zoo kamen rund 600 Besucher. Bei rund 850 Paten eine beeindruckende Zahl.

Verwunderte Blicke der Zoobesucher begleiten den Strom der Menschen, die sich mit einem Einladungsschreiben auf das Gelände begeben. Am Ende sind es rund 600 Personen, die dem Aufruf von Zoo und Zoofreunden gefolgt sind und am Patentag ihre Schützlinge besuchen. „Wir haben rund 850 Tierpaten, über die eine Summe von rund 750.000 Euro zusammenkommt“, erklärt Friedrich Berlemann, Vorsitzender der Zoofreunde. Begeistert ist er von der Anzahl der Gäste: „Das ist unvorstellbar.“

Seit dem Jahr 2000 gibt es das Paten-Programm. Für unterschiedliche Tiere sind unterschiedliche Summen zu entrichten. Beliebt sind die kleineren Tiere. „Unsere Big Five sind eigentlich eher Small Five“, sagt Berlemann lachend. Die meisten Patenschaften gibt es für die Erdmännchen. Sie haben 153 Personen für sich begeistert. Platz zwei belegen die Pinguine mit 107 Spendern vor Zwergeseln (54) und Schneeeulen (46) und Alpakas (35). Ein Tier kann mehrere Paten haben. Es wird immer beliebter, Patenschaften zu verschenken. „Ich habe heute mit vielen Menschen gesprochen, die durch ein Geschenk Paten wurden und ihren Schützling nun erstmals bewusst besuchen.

Die Besucher bekommen zunächst Kaffee und Kuchen. Dann schwärmen sie mit etwa 20 Tierpflegern zu ihren Schützlingen aus. Die Pfleger erzählen vom Leben der Tiere und berichten, welche Gehegeverbesserungen mit den Einnahmen aus dem Patenprogramm finanziert wurden, zum Beispiel die Sanierung des Ottergeheges, der Stall für die Servale, das Baumkänguruhgehege oder das Schiebetor für die Elefanten. „Insgesamt trägt das Programm dazu bei, das Leben der Tiere im Zoo stetig zu verbessern“, resümiert Berlemann.

Nach den Führungen bleiben viele Besucher noch. Die Identifikation ist spürbar. „Jeder hat auch eine Urkunde, die ihn oder sie als Paten ausweist. Es ist zu spüren, dass da auch einiger Stolz dabei ist“, freut sich Berlemann.

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